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Ratgeber · Geräte-Pflege

Gartengeräte winterfest machen: Checkliste nach Gerätetyp

·Von Bastian Saupe

Gartengeräte winterfest machen: Checklisten für Hand-, Akku-, Benzin- und Elektrogeräte, Akku-Lagerung nach UBA und Warentest, Widersprüche der Hersteller.

Sttoraboks Gartengerätehalter aus Metall mit Fächern für Stielgeräte wie Spaten und Rechen

Recherchiert von

Bastian Saupe· Gründer & Aggregator-Redaktion

Bastian Saupe betreibt mehrere unabhängige Aggregator-Recherche-Sites zu Konsumenten-Themen — darunter deinkuechenbegleiter.de und deingartenbegleiter.de. Gemeinsame Methodik aller Sites: systematische Auswertung von Stiftung Warentest, ETM Testmagazin, Spezialist-Reviews (Selbst-ist-der-Mann, mein-schoener-garten.de, gartenjournal.net) und Langzeit-Käufer-Berichten aus Amazon DE und Foren wie garten-pur.de. Keine Eigentests, keine bezahlten Kooperationen, keine Hersteller-Muster. Jede Empfehlung ist mit Original-Quelle verlinkt. Sein Skill ist nicht spezielle Garten-Praxis-Expertise, sondern strukturierte Test-Auswertung — diese Methodik gilt konsistent über alle seine Sites.

  • Seit 2019 systematische Auswertung von Stiftung-Warentest- und ETM-Testmagazin-Reports
  • Über 1.000 verifizierte Test-Aussagen in deingartenbegleiter.de pro Saison aggregiert
  • Methodik dokumentiert auf der Methodik-Seite mit Quellen-Hierarchie

Veröffentlicht: · Aktualisiert: · Lesezeit ca. 21 Min.

Der Winter ist für Gartengeräte keine Ruhepause, sondern eine Belastungsprobe. Ein Spaten mit Erdresten setzt in der feuchten Gartenhütte Rost an, eine verklebte Schere lässt sich im März kaum öffnen, ein Benzinmäher mit altem Sprit im Tank springt nicht an, und ein Akku, der den Winter bei Frost in der Garage lag, kann laut IFS dauerhaft an Kapazität verloren haben. Fast alle diese Schäden entstehen in den Wochen, in denen niemand nach den Geräten sieht, und fast alle lassen sich an einem Herbstnachmittag verhindern.

Diese Anleitung ist als Checkliste nach Gerätetyp aufgebaut: Handgeräte ohne Motor, Akku-Geräte samt Wechselakkus, Benzingeräte und Kabelgeräte. Für Mähroboter, Gartenpumpe und Hochdruckreiniger gibt es eigene Anleitungen, auf die hier verwiesen wird. Grundlage sind die Empfehlungen der Gartenakademie Rheinland-Pfalz und der Bayerischen Gartenakademie, die Akku-Hinweise von Umweltbundesamt, Stiftung Warentest, Verbraucherzentrale, Berliner Feuerwehr und dem Institut für Schadenverhütung der öffentlichen Versicherer (IFS) sowie die Winter- und Lagerratgeber von STIHL, Husqvarna, Einhell, Bosch, Briggs & Stratton, Gardena, FELCO und Worx. Wo sich diese Quellen widersprechen, und das tun sie vor allem beim Akku-Ladestand und beim Benzin, stehen die Positionen nebeneinander. Eigene Versuche liegen dieser Anleitung nicht zugrunde. Einen Überblick über die Pflege durch das ganze Jahr gibt der Hauptvergleich zur Gartengeräte-Pflege.

Bevor es losgeht: Zeitpunkt, Energiequelle, Reihenfolge

Für den richtigen Zeitpunkt gibt es keinen Stichtag, aber eine klare Grenze: die ersten Frostnächte. Bis dahin sollten alle Geräte, in denen Wasser stehen kann oder ein Akku steckt, an ihrem Winterplatz sein. STIHL nennt für Mähroboter einen Zeitraum von Ende Oktober bis Mitte November, spätestens mit den ersten Minusgraden, Gardena rät, den Roboter vor dem ersten Frost hereinzuholen. Für die Handgeräte legt die Gartenakademie Rheinland-Pfalz die gründliche Pflege ausdrücklich vor die Einlagerung im Herbst. Wer im Herbst keine Zeit findet, hat eine zweite Gelegenheit: Die Bayerische Gartenakademie rät, die arbeitsarmen Wintermonate zu nutzen, um Gartengeräte zu reinigen und zu ölen sowie Scheren und Messer zu schärfen und zu desinfizieren. Entscheidend ist, dass die Handgeräte vorher wenigstens sauber und trocken weggehängt werden.

Eine sinnvolle Reihenfolge ergibt sich aus dem Risiko. Zuerst kommen Akkus und alles, was frostempfindlich ist, an einen geschützten Ort. Dann folgen Benzin- und Kabelgeräte, die vor dem Einlagern gereinigt werden müssen. Die Handgeräte kommen zuletzt, denn ein Spaten nimmt eine Frostnacht nicht übel, solange er trocken ist.

Vor jeder Arbeit an einem motorisierten Gerät wird die Energiequelle getrennt. STIHL formuliert das für Rasenmäher eindeutig: beim Benziner den Zündkerzenstecker abziehen, beim Elektromäher den Netzstecker ziehen, beim Akkumäher den Akku entnehmen. Bei Geräten mit fest eingebautem Akku rät STIHL, sie auszuschalten und, wo vorhanden, den Aktivierungsschlüssel abzuziehen. Die Aktion Das Sichere Haus fasst den Grundsatz für alle Gartengeräte zusammen: nach der Arbeit sofort ausschalten, vom Strom trennen und kindersicher verstauen.

Checkliste Handgeräte: Spaten, Schaufel, Rechen, Hacke und Scheren

Handgeräte haben weder Akku noch Motor, und trotzdem leiden sie im Winter oft unbemerkt. Der Feind ist die Feuchtigkeit. Erde, die am Spatenblatt klebt, hält Wasser fest, und ein Holzstiel, der auf feuchtem Boden steht, nimmt Feuchtigkeit auf.

Stielgeräte: abbürsten, entrosten, feilen, einölen

Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz beschreibt die Herbstrunde für Stielgeräte in vier Schritten, die sich ohne Spezialwerkzeug erledigen lassen:

  • Reinigen. Trockene Erde abbürsten, fest anhaftenden Schmutz mit Wasser und Bürste entfernen und das Gerät anschließend trocken reiben.
  • Entrosten. Vorhandenen Rost mit einer Metallbürste oder einem elektrischen Schleifer entfernen.
  • Feilen. Kanten und Spitzen von Schaufeln, Hacken, Gabeln und Gartenrechen mit einer Feile bearbeiten.
  • Einölen. Alle Gelenke und Metallteile leicht einölen.

Einhell beschreibt in seinem Einwinterungsratgeber dasselbe Vorgehen mit Drahtbürste und Maschinenöl. Welches Öl es genau sein muss, lassen beide Quellen offen; entscheidend ist ein dünner Film auf dem blanken Metall, der Feuchtigkeit fernhält. Einen bestimmten Feilwinkel für Spaten oder Hacken nennt keine der ausgewerteten Quellen. Die Feile folgt deshalb der vorhandenen Kante und nimmt nur ab, was für eine gerade Schneide ohne Scharten nötig ist.

Wer den Rost mit dem Winkelschleifer entfernt, sollte eine eng anliegende Schutzbrille tragen. Die DGUV-Information zum Schleifen, die sich an Betriebe richtet, hält sie bei Schleifarbeiten für erforderlich, weil beim Trockenschleifen Werkstück- und Werkzeugteile herausgeschleudert werden können. Für die heimische Werkbank gilt dieselbe Physik.

Scheren und Schneidgeräte: zerlegen, trocknen, geschlossen aufhängen

Bei Garten-, Ast- und Rosenscheren reicht Abwischen vor dem Winter nicht. Einhell rät, die Scheren zu zerlegen und Harz mit Waschbenzin oder Olivenöl zu entfernen, Gardena nennt Kriechöl oder Spiritus. Danach gründlich trocknen, denn Feuchtigkeit fördert laut Gardena den Rost, und die Metallteile gegen Flugrost einölen. Für die Winterlagerung gibt Gardena eine klare Vorgabe: Klingen einölen und die Schere geschlossen und trocken aufbewahren, etwa an einem Haken in Garage oder Gartenhaus. FELCO empfiehlt ebenfalls, Werkzeuge trocken und aufgehängt zu lagern, und nennt für die Saisonpause Silicagel-Beutel, die die Feuchtigkeit regulieren.

Wer eine Schere im Frühjahr im Beet wiederfindet, in dem sie den Winter verbracht hat, muss sie nicht wegwerfen. FELCO beschreibt für diesen Fall: mit Drahtbürste oder Rostentferner abbürsten, zerlegen, alle Teile gut einfetten und die Schere nach der beiliegenden Anleitung neu justieren.

Ob die Schere vor dem Einlagern auch geschärft werden sollte, ist Ansichtssache. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz rät, Baum- und Astscheren sowie Rasenmähermesser bei Bedarf schärfen zu lassen, die Bayerische Gartenakademie verlegt das Schärfen in die Wintermonate. Beides funktioniert; wichtig ist nur, dass eine frisch geschärfte Klinge danach geölt wird. Wie Zerlegen, Desinfizieren und Schärfen im Detail gehen, beschreibt der Ratgeber Gartenschere schärfen und reinigen.

Holzstiele: jetzt ersetzen, was locker ist

Der Herbst ist der richtige Zeitpunkt, um Stiele zu prüfen. Einhell rät, beschädigte Holzstiele jetzt zu ersetzen und intakte mit Holzöl einzureiben, am besten mit einem alten Lappen. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass gerade bei Billigprodukten das Anbringen und Auswechseln der Stiele oft eine Schwachstelle ist. Ein Stiel, der schon im Herbst wackelt, kann im Frühjahr beim ersten schweren Spatenstich nachgeben.

Was bei Einhell fehlt, ist der Hinweis auf den Lappen danach. Mit trocknenden Ölen getränkte Lappen können sich laut Berufsgenossenschaft Holz und Metall selbst entzünden, typischerweise erst nach mehreren Stunden, manchmal nach Tagen. Die BGHM rät, solche Lappen in einen Eimer Wasser zu tauchen, bis sie komplett durchnässt sind, ausgebreitet im Freien zu trocknen und erst nach vollständiger Aushärtung des Öls in den Hausmüll zu geben, oder sie gleich in einem luftdicht verschlossenen Metallgefäß aufzubewahren. Ein zerknüllter Öllappen im Kunststoffeimer im Gartenhaus ist genau die Situation, vor der die Berufsgenossenschaft warnt. Welche Öle sich für Stiele eignen und wie man rissige oder graue Stiele behandelt, steht im Ratgeber Holzstiele an Gartengeräten pflegen.

Checkliste Akku-Geräte: Gerät und Wechselakku getrennt behandeln

Bei Akku-Geräten wird der Winter zweigeteilt. Das Gerät selbst wird gereinigt wie ein Kabelgerät. Der Akku dagegen bekommt einen eigenen Platz, einen eigenen Ladestand und einen Termin zum Nachladen. Die Verbraucherzentrale rät, Akkus vor längerer Lagerung aus dem Gerät zu nehmen, Einhell empfiehlt dasselbe und nennt das Haus als Lagerort.

Das Gerät: Akku raus, Kontakte schützen, Messer ölen

  • Akku entnehmen, bevor das Gerät gereinigt wird. Bei Geräten mit fest eingebautem Akku ausschalten und den Aktivierungsschlüssel abziehen (STIHL).
  • Beim Akku-Rasenmäher die Kontakte vor dem Säubern abkleben (STIHL).
  • Messer von Akku-Heckenscheren mit Tuch oder Bürste reinigen und einölen; Gardena nennt dafür das eigene Pflegespray.
  • Grasreste und Erde aus Lüftungsschlitzen und Schneidwerk entfernen, das Gerät trocknen lassen.
  • Das Gerät ohne Akku trocken lagern. Es verträgt die Garage besser als der Akku, sollte aber nicht im Freien stehen.

Ist ein Akku nass geworden, etwa weil das Gerät im Regen lag, braucht er laut STIHL mindestens 48 Stunden Trocknung bei mehr als 15 und weniger als 50 Grad und unter 70 Prozent Luftfeuchte, bevor er wieder geladen wird.

Lagerort und Temperatur: was Behörden, Versicherer und Hersteller sagen

Bei der Temperatur sind sich die unabhängigen Stellen weitgehend einig, bei den Herstellern gehen die Spannweiten auseinander. Die folgende Tabelle stellt die Angaben nebeneinander.

Quelle Empfohlene Lagerung Ausdrücklich nicht
Umweltbundesamt 10 bis 25 Grad, trocken draußen, an feuchten oder heißen Orten, im Kühlschrank
Stiftung Warentest trocken, möglichst kühl, frostfrei, außerhalb der Wohnung, etwa im Keller in der Nähe brennbarer Gegenstände, an Orten mit Vibration wie der Werkbank
IFS (öffentliche Versicherer) frostfrei, nicht über 60 Grad, nicht in der Sonne im Winter in einer ungeheizten Garage
Einhell frostfreier Keller oder im Haus, im Haus 5 bis 25 Grad, trocken und staubgeschützt in der Garage, unter 0 Grad
Husqvarna 5 bis 25 Grad keine Angabe
STIHL (Lager-Ratgeber) minus 10 bis plus 50 Grad keine Angabe
STIHL (Basiswissen) ideal etwa 20 Grad, möglich minus 20 bis plus 50 Grad mit Einbußen in den Randbereichen lose geschüttet
STIHL (Akku-Rasenmäher) 10 bis 15 Grad in einem trockenen Raum keine Angabe
Bosch generell bei Zimmertemperatur über 55 Grad (Zerstörung), unter minus 15 Grad (Tiefentladung)

Auf den ersten Blick wirkt der STIHL-Bereich bis minus 10 oder sogar minus 20 Grad wie eine Erlaubnis für die kalte Garage. Das IFS ordnet diese Zahl anders ein: Namhafte Hersteller nennen minus 10 Grad als Mindesttemperatur, längerer Frost kann aber zu dauerhaftem Kapazitätsverlust führen, und es besteht Brandgefahr bei den folgenden Ladevorgängen. STIHL selbst schreibt im Basiswissen, dass in den Randbereichen mit Einbußen zu rechnen ist, und empfiehlt für die Akkus seiner Rasenmäher 10 bis 15 Grad. Die Grenzwerte beschreiben also, was ein Akku übersteht, nicht, wo er sich wohlfühlt.

Praktisch heißt das: Ein trockener, frostfreier Keller ist der Ort, der die meisten Empfehlungen zugleich erfüllt. Die Stiftung Warentest nennt den Keller ausdrücklich und rät, Akkus am besten außerhalb der Wohnung zu lagern, aber nie neben Brennbarem; Einhell hält auch das Haus für geeignet. Die Berliner Feuerwehr ergänzt, dass Lithium-Ionen-Akkus nicht in Flucht- und Rettungswegen gelagert oder geladen werden, also nicht im Treppenhaus und nicht im Flur vor der Wohnungstür.

Der Ladestand: Hier widersprechen sich die Quellen offen

Beim Ladestand für die Winterlagerung gibt es keine einheitliche Zahl. Gemeinsam ist allen Quellen nur die Richtung: weder voll noch leer.

Quelle Ladestand zur Lagerung Hinweis
STIHL 40 bis 60 Prozent entspricht laut STIHL zwei leuchtenden LEDs; vollständiges Aufladen nicht nötig
Husqvarna 50 Prozent vorher gegebenenfalls auf 50 Prozent laden
Einhell 30 bis 70 Prozent bei Power X-Change zwei LEDs; im Einwinterungsratgeber „stets zur Hälfte geladen“
Verbraucherzentrale etwa 50 Prozent Akku vorher aus dem Gerät nehmen
Umweltbundesamt ungefähr die Hälfte bei langer Lagerung im Alltag am besten nur bis 90 Prozent laden
Bosch „nicht voll aufgeladen“ eine vollgeladene Zelle altert laut Bosch schneller; keine Prozentzahl

Die Zahlen widersprechen sich weniger, als es scheint. Alle Bereiche schließen die Hälfte ein, und keiner der ausgewerteten Hersteller verlangt für Handgeräte-Akkus einen vollen Akku. Wer bei STIHL-Akkus oder bei Einhell Power X-Change zwei leuchtende LEDs sieht, liegt laut Hersteller im richtigen Bereich. Bei anderen Marken hilft die Bedienungsanleitung, denn die LED-Stufen sind nicht überall gleich verteilt. Ganz anders sehen das manche Mähroboter-Hersteller, dazu weiter unten mehr.

Warum nicht voll? Bosch begründet es damit, dass eine vollgeladene Zelle schneller altert. Warum nicht leer? Das Umweltbundesamt rät generell, Tiefentladungen zu vermeiden, und ein Akku, der fast leer eingelagert wird, rutscht über den Winter durch Selbstentladung tiefer.

Nachladen über den Winter: sechs Monate oder zwei Jahre?

Wie lange ein halb geladener Akku ohne Nachladen liegen darf, ist der zweite offene Punkt. Das Umweltbundesamt rät, einen länger ungenutzten Akku spätestens nach sechs Monaten nachzuladen, und nennt ausdrücklich das Überwintern elektrischer Gartengeräte als Beispiel. Die Stiftung Warentest empfiehlt, Akkus zweimal im Jahr nachzuladen, wenn sie nicht ohnehin benutzt werden. Einhell nennt sechs Monate als ideale Höchstdauer der Lagerung.

STIHL widerspricht sich auf seiner Lager-Seite selbst. An einer Stelle heißt es, mit zwei leuchtenden LEDs könne der Akku bedenkenlos zwei Jahre ruhen, an anderer Stelle derselben Seite, er solle maximal sechs Monate lang gelagert werden. Auch bei der Selbstentladung gehen die Herstellerzahlen auseinander: STIHL nennt 1 bis 3 Prozent pro Jahr und verweist auf ein Batteriemanagement, das bei zu niedriger Spannung in einen Ruhezustand schaltet, Bosch nennt für Lithium-Ionen-Akkus weniger als 2 Prozent pro Monat.

Für den Gartenwinter lässt sich das auflösen. Wer im Oktober einlagert und im März wieder startet, bleibt unter sechs Monaten und erfüllt damit die Empfehlung des Umweltbundesamts ohne Nachladen. Wer sichergehen will, schaut zur Wintermitte nach und lädt bei Bedarf wieder auf etwa die Hälfte, das deckt auch die zwei Ladetermine pro Jahr ab, die die Stiftung Warentest nennt. Ein Eintrag im Kalender ist dafür zuverlässiger als das Gedächtnis.

Kurzschluss, Laden, Brandschutz

Viele der ausgewerteten Akku-Hinweise enden beim Brandschutz, und das hat einen Grund: Ein Lithium-Ionen-Akku speichert viel Energie auf kleinem Raum. Für die Winterlagerung lassen sich die Hinweise in einer kurzen Liste zusammenfassen:

  • Nicht lose lagern. STIHL rät, Akkus nie lose geschüttet zu lagern, sondern gegen Kurzschluss zu sichern, etwa in der Originalverpackung oder einer Kunststofftüte, mit abgeklebten Polen. IFS und Verbraucherzentrale empfehlen das Abkleben ebenfalls, wenn sich Akkus gegenseitig berühren können.
  • Ladegerät getrennt aufbewahren. STIHL nennt für das Ladegerät einen Lagerbereich von plus 5 bis plus 40 Grad.
  • Nur das passende Ladegerät verwenden. Das IFS und das Umweltbundesamt verlangen das Ladegerät, das der Hersteller für den Akku vorsieht.
  • Beim Nachladen dabei sein. Die Brandgefahr ist laut IFS während der Ladephase am größten. Das Umweltbundesamt rät, nicht in der Nähe brennbarer Sachen zu laden, am besten dort, wo ein Rauchmelder hängt, und nie im Schlaf. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, alte Akkus beim ersten Laden und Akkus an einem neuen Ladegerät auf nicht brennbarem Untergrund wie Fliesen zu laden und dabei anwesend zu sein.
  • Kalte Akkus nicht sofort laden. Laut STIHL ist das Laden erst über 5 Grad möglich. Ein Akku aus einem kühlen Keller braucht also etwas Zeit bei Zimmertemperatur.
  • Beschädigte Akkus aussortieren. Aufgeblähte oder ausgelaufene Akkus nicht mehr benutzen, nicht öffnen und sofort zur Sammelstelle bringen (Umweltbundesamt). Die Berliner Feuerwehr warnt, dass auch Ausgasen ohne sichtbaren Brand gefährlich ist.

Wer mehrere Akku-Geräte einer Plattform besitzt, hat im Winter einen Vorteil: Weniger Akkus bedeuten weniger Lagerplatz und weniger Ladetermine. Wie die gängigen Plattformen sich unterscheiden, zeigt der Vergleich der Akkuplattformen.

Checkliste Benzingeräte: Tank, Öl, Zylinder

Benzinmäher, Motorsensen und Aufsitzmäher stellen eine Frage, auf die die Hersteller verschiedene Antworten geben: Was passiert mit dem Kraftstoff? Bevor es um den Tank geht, gilt die allgemeine Vorbereitung: Zündkerzenstecker abziehen und das Gerät reinigen. STIHL rät, für die Unterseite des Rasenmähers nach hinten zu kippen, mit der Zündkerze nach oben, und nicht zur Seite, weil sonst Öl in Luftfilter oder Auspuff laufen kann. Kein allzu starker Wasserstrahl auf Lager, Dichtungen und Motorteile; Husqvarna schließt für Aufsitzmäher den Hochdruckreiniger ganz aus und rät, Gras und Laub wegen Brandgefahr vom Motor zu entfernen.

Tank leeren oder stabilisieren: die Herstellerpositionen

Hersteller Empfehlung für den Kraftstoff über den Winter
STIHL (Rasenmäher) Tank leer, weil Benzin über den Winter die Zündfähigkeit verliert; Mäher leerlaufen lassen oder Restkraftstoff mit einer Öl-Absaugpumpe in einen Kanister umfüllen. Für Aufsitzmäher: leerlaufen lassen oder Kraftstoffstabilisator zugeben
Einhell Tank entleeren, weil der Restsprit seine Zündfähigkeit verliert
Husqvarna (Aufsitzmäher) Stabilisator nach Herstellerangabe zugeben und den Motor mindestens 10 Minuten laufen lassen, damit das Gemisch in den Vergaser gelangt; dann Tank und Vergaser nicht leeren. Alternativ den Tank leer fahren
Briggs & Stratton Tank vor dem Einlagern mit stabilisiertem Kraftstoff auffüllen, um Feuchtigkeit, Rost und Ablagerungen zu verhindern; ohne Stabilisator oder bei alkoholhaltigem Kraftstoff den Tank leeren und den Motor laufen lassen, bis er ausgeht

Hinter den Positionen stehen zwei verschiedene Sorgen. STIHL und Einhell geht es darum, dass gealtertes Benzin im Frühjahr nicht mehr sauber zündet. Briggs & Stratton geht es darum, dass ein leerer Tank Feuchtigkeit und Rost Raum gibt, und der Motorenhersteller verkauft mit FuelFit einen eigenen Stabilisator. Beide Wege sind in sich schlüssig. Entscheidend ist, sie nicht zu vermischen: Ein halbvoller Tank mit unbehandeltem Benzin erfüllt keine der beiden Empfehlungen. Welche gilt, steht in der Anleitung des Geräts oder des Motors; viele Rasenmäher tragen einen Motor eines anderen Herstellers als des Mäherherstellers.

Husqvarna ergänzt einen Hinweis zum Alkylatbenzin: Bei Alkylatbenzin ist kein Stabilisator nötig. Wer bisher Normalbenzin getankt hat, soll laut Husqvarna aber nicht einfach auf Alkylat umsteigen, weil Gummiteile hart und spröde werden können.

Öl und Zylinder

  • Ölstand kontrollieren. STIHL rät, beim Winterfestmachen den Ölstand zu prüfen und einen fälligen Ölwechsel im Herbst zu erledigen, also nicht erst im Frühjahr.
  • Zylinder konservieren. STIHL beschreibt für den Rasenmäher, etwa 3 Kubikzentimeter Motoröl durch die Zündkerzenöffnung einzufüllen und den Motor durchzudrehen. Husqvarna nennt für Aufsitzmäher einen Esslöffel Motoröl je Zylinder. Die Mengen gelten jeweils für die beschriebenen Geräte, nicht pauschal.
  • Altöl richtig abgeben. Altöl gehört laut Verbraucherzentrale weder in den Hausmüll noch in die Kanalisation. Wer Motoröl verkauft, muss gebrauchtes Öl laut Altölverordnung bis zur Menge des verkauften Öls kostenlos zurücknehmen.
  • Abgesaugten Kraftstoff sicher verwahren. Den Restkraftstoff in einen geeigneten Kanister füllen, wie STIHL es beschreibt, und nicht in einer offenen Flasche im Schuppen stehen lassen.

Zum Messer des Benzinmähers rät STIHL, es vor dem Winter auf Risse und Kerben zu prüfen: Ein beschädigtes Messer wird sofort im Fachhandel getauscht, Schleifen und Auswuchten übernimmt am besten eine fachkundige Person. Was sonst zur Wartung des Mähers gehört, beschreibt der Ratgeber Rasenmäher richtig pflegen.

Checkliste Elektrogeräte mit Kabel

Kabelgeräte sind beim Einwintern die unkompliziertesten Motorgeräte: kein Akku, kein Benzin. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, die vor dem Wegräumen erledigt sein sollten.

  • Netzstecker ziehen. Vor jeder Reinigung oder Wartung, wie STIHL es auch für Elektromäher vorgibt.
  • Reinigen ohne harten Strahl. Grasreste mit Bürste oder Holzspachtel entfernen; kein starker Wasserstrahl auf Motor, Lager oder Dichtungen (STIHL). Lüftungsschlitze freilegen, damit sich dort über den Winter keine Feuchtigkeit in Grasresten hält.
  • Messer ölen. Bei Elektro-Heckenscheren die Messer reinigen und einölen, wie Gardena es auch für Akku-Heckenscheren empfiehlt.
  • Kabel prüfen. Netzkabel und Verlängerungen auf Risse, Knicke, Quetschungen und beschädigte Stecker kontrollieren. Was jetzt auffällt, wird im Winter repariert oder ersetzt, nicht im Frühjahr unter Zeitdruck.
  • Kabel locker aufwickeln. Ohne Knicke, damit die Isolierung bei Kälte nicht an den Biegestellen leidet.
  • Trocken und frostfrei lagern. STIHL nennt für Rasenmäher allgemein einen abgedeckten, staubfreien, trockenen und frostfreien Ort wie Garage oder Keller, das Gerät in Normallage.

Wer beim Aufräumen ein Gerät aussortiert, das nicht mehr funktioniert, gibt es laut Umweltbundesamt nicht in Hausmüll, Sperrmüll oder Metallschrott, sondern kostenlos beim Wertstoffhof oder im Handel ab. Die Rücknahmepflicht gilt für stationären und Online-Handel, ein Kassenbon ist nicht nötig, und Kleingeräte bis 25 Zentimeter Kantenlänge nimmt der stationäre Handel auch ohne Neukauf zurück. Steckt im Gerät ein Akku, wird er vorher entnommen, soweit das möglich ist. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass falsch entsorgte batteriehaltige Altgeräte und lose Batterien immer wieder schwere Brände in Entsorgungsbetrieben verursachen.

Mähroboter, Gartenpumpe, Hochdruckreiniger: drei Sonderfälle

Drei Gerätearten haben eigene Winterregeln, die über diese Checkliste hinausgehen. Sie werden hier nur so weit behandelt, wie es für die Planung des Einwinterns nötig ist.

Mähroboter. Hier gehen die Herstellerempfehlungen besonders weit auseinander. Husqvarna und STIHL lassen den Akku vor der Einlagerung vollständig aufladen, um eine Tiefentladung zu vermeiden. Worx empfiehlt für den Landroid 70 bis 80 Prozent und rät, den Akku vor dem Lagern immer aus dem Roboter zu nehmen. Bosch schreibt in der Anleitung des Indego, den Akku zur Winterlagerung im Gerät zu lassen. Auch bei der Temperatur unterscheiden sich die Vorgaben: Husqvarna verlangt einen Raum über dem Gefrierpunkt, STIHL nicht unter 5 Grad, Gardena einen trockenen, frostsicheren Raum vor dem ersten Frost. Für den eigenen Roboter gilt deshalb ausschließlich die eigene Anleitung, nicht die Regel für Handgeräte-Akkus. Reinigung, Klingenwechsel und die Frage, ob die Ladestation draußen bleiben darf, behandelt der Vergleich zur Mähroboter-Pflege.

Gartenpumpe. Gardena ist hier unmissverständlich: Sämtliche Gardena-Pumpen sind nicht frostsicher und dürfen auch entleert keinesfalls Frost ausgesetzt werden. Gartenhäuser und Garagen sind laut Gardena in aller Regel nicht hundertprozentig frostsicher. Wie die Pumpe entleert und eingelagert wird, beschreibt die Anleitung Gartenpumpe winterfest einlagern.

Hochdruckreiniger. Auch hier ist Restwasser das Hauptrisiko, das Pumpe, Pistole und Schlauch im Frost beschädigen kann. Den Ablauf vom Entleeren bis zur frostfreien Lagerung beschreibt die Anleitung Hochdruckreiniger winterfest machen.

Gartenhaus, Garage oder Keller: welcher Platz für welches Gerät

Nicht jedes Gerät braucht einen Platz im Haus. Die folgende Übersicht ordnet die Geräte den typischen Lagerorten zu, so wie es die ausgewerteten Quellen nahelegen. Eine unbeheizte Garage und ein Gartenhaus werden dabei gleich behandelt: trocken vielleicht, frostfrei meist nicht.

Gerät Gartenhaus oder unbeheizte Garage Frostfreier Keller oder Hauswirtschaftsraum Begründung
Spaten, Schaufel, Rechen, Hacke geeignet, wenn trocken und hängend möglich Feuchtigkeit ist das Risiko, nicht Frost (Gartenakademie RLP)
Garten- und Astscheren geeignet, geschlossen am Haken möglich Gardena nennt Garage oder Gartenhaus ausdrücklich
Wechselakkus nicht geeignet geeignet, trocken, nicht neben Brennbarem IFS, Einhell, Stiftung Warentest
Akku-Geräte ohne Akku bedingt, trocken geeignet Gerät selbst weniger empfindlich als der Akku
Benzin- und Elektromäher geeignet, wenn abgedeckt, trocken und frostfrei geeignet STIHL nennt Garage oder Keller, frostfrei
Mähroboter meist nicht geeignet geeignet Herstellervorgaben von über 0 bis mindestens 5 Grad
Gartenpumpe nicht geeignet geeignet Gardena: Gartenhäuser und Garagen nicht hundertprozentig frostsicher

Unabhängig vom Ort gilt eine Regel, die in mehreren Quellen auftaucht: Geräte werden nicht an die Wand gelehnt. Einhell weist darauf hin, dass sie umfallen und zur Stolperfalle werden, und rät zu Wandhaken für die Stiele. Die Aktion Das Sichere Haus empfiehlt, Laufwege zu sichern und Stolperfallen zu entfernen. Welche Halter, Ständer und Regale es gibt und worauf es bei der Lagerung von Akkus und Sprays ankommt, zeigt der Vergleich zur Aufbewahrung von Gartengeräten.

Ausgediente Akkus und Altgeräte: richtig entsorgen

Beim Einwintern fallen oft Akkus auf, die schon in der letzten Saison schwach waren, oder Geräte, die nicht mehr anspringen. Für beides ist die Entsorgung rechtlich geregelt.

Für Altbatterien und Akkus schreibt § 6 des Batterierecht-Durchführungsgesetzes vor, dass Endnutzer sie einer vom unsortierten Siedlungsabfall getrennten Erfassung zuführen müssen. Das Gesetz dient der Durchführung der EU-Batterieverordnung 2023/1542, die nach Angaben des Umweltbundesamts am 18. Februar 2024 in großen Teilen in Kraft trat. Das Umweltbundesamt nennt die Orte, an denen das geht: Sammelboxen im Handel, Wertstoffhöfe und Schadstoffmobile. Die Rückgabe ist kostenlos, und der Handel muss auch beschädigte Akkus annehmen, also ausgelaufene, aufgeblähte oder aufgeplatzte. In Restmüll, gelbe Tonne, Sperrmüll oder Metallschrott gehören sie keinesfalls.

Für den Transport zur Sammelstelle rät das Umweltbundesamt, die Enden abzukleben und den Akku in einem sicheren Behälter zu transportieren, etwa in einer Dose mit Deckel oder in Sand. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, lithiumhaltige Batterien getrennt von anderen abzugeben, wegen der erhöhten Brandgefahr. Sollte ein Akku doch einmal brennen, kann er laut Umweltbundesamt giftige Gase freisetzen; dann wird die Feuerwehr gerufen.

Fünf Fehler beim Einwintern, die sich im Frühjahr rächen

Die meisten Winterschäden gehen auf wenige, immer gleiche Fehler zurück. Diese fünf lassen sich aus den ausgewerteten Quellen direkt ableiten:

  1. Akku voll geladen in der kalten Garage. Zwei Fehler auf einmal: Ein voller Akku altert laut Bosch schneller, und Frost kann laut IFS die Kapazität dauerhaft mindern und das Brandrisiko beim nächsten Laden erhöhen.
  2. Benzin halb im Tank, ohne Stabilisator. Erfüllt weder die STIHL- noch die Briggs-&-Stratton-Empfehlung. Entweder leeren oder stabilisieren, wie es der Hersteller vorgibt.
  3. Rasenmäher zur Seite gekippt. Beim Reinigen der Unterseite kann laut STIHL Öl in Luftfilter oder Auspuff gelangen. Immer nach hinten kippen, Zündkerze oben.
  4. Öllappen zerknüllt in den Eimer. Nach dem Einölen der Stiele ist das eine leicht übersehene Brandgefahr. Lappen nass machen und ausgebreitet trocknen oder in einem dicht verschlossenen Metallbehälter aufbewahren (BGHM).
  5. Scheren nass oder verklebt weggehängt. Ohne Reinigen, Trocknen und Ölen setzt der Rost über den Winter genau dort an, wo man ihn im Frühjahr nicht sieht: im Gelenk.

Saisonstart im Frühjahr: was zuerst geprüft wird

Das Einwintern endet erst, wenn die Geräte im Frühjahr wieder laufen. Einige Prüfungen gehören an den Anfang der neuen Saison:

  • Akkus ansehen, bevor sie ans Ladegerät kommen. Aufgeblähte oder ausgelaufene Akkus werden nicht mehr geladen (Umweltbundesamt). Kalte Akkus erst auf Raumtemperatur kommen lassen, laut STIHL lädt der Akku erst über 5 Grad. Lässt sich ein tiefentladener Akku nicht mehr laden, bieten laut Einhell manche Ladegeräte einen Refresh-Modus.
  • Scheren desinfizieren. Gardena rät, vor dem ersten Schnitt der Saison zu desinfizieren, mit hochprozentigem Alkohol oder einem Desinfektionsmittel, alternativ zehn Minuten in kochendem Wasser.
  • Mähroboter nicht zu früh starten. Gardena nennt als Schwelle Nächte nicht unter 5 Grad und Tage möglichst um 10 Grad.
  • Kabel und Stecker noch einmal prüfen. Schäden, die beim Einlagern übersehen wurden oder in der Lagerzeit entstanden sind, fallen jetzt vor dem ersten Einschalten auf.
  • Benzingeräte nach Anleitung in Betrieb nehmen. Wer den Tank im Herbst geleert hat, tankt frischen Kraftstoff; wer bisher Normalbenzin getankt hat, wechselt laut Husqvarna nicht einfach auf Alkylatbenzin.

Eine Übersicht über alle Pflegearbeiten durch das Jahr, die passenden Mittel und eine Grundausstattung je Gerätegruppe gibt der Hauptvergleich zur Gartengeräte-Pflege.

Häufig gestellte Fragen

Wann sollte man Gartengeräte winterfest machen?

Spätestens bevor die ersten Frostnächte kommen. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz legt Entrosten, Feilen und Einölen ausdrücklich vor die Einlagerung im Herbst, STIHL nennt für Mähroboter Ende Oktober bis Mitte November, spätestens die ersten Minusgrade. Wer nicht alles auf einmal schafft, holt zuerst Akkus, Mähroboter und wasserführende Geräte herein und erledigt die Handgeräte danach.

Soll man im Winter den Akku aus dem Gartengerät nehmen?

Bei Wechselakkus ja. Die Verbraucherzentrale rät, Akkus vor längerer Lagerung aus dem Gerät zu nehmen, Einhell empfiehlt, sie im Haus zu lagern. Eine Ausnahme beschreibt Bosch für den Mähroboter Indego, dessen Akku zur Winterlagerung im Gerät bleibt. Bei Geräten mit fest eingebautem Akku rät STIHL, sie auszuschalten und den Aktivierungsschlüssel abzuziehen.

Mit welchem Ladestand lagert man Akkus über den Winter?

Etwa halb voll, aber die Angaben schwanken: STIHL nennt 40 bis 60 Prozent, Husqvarna 50 Prozent, Einhell 30 bis 70 Prozent, Verbraucherzentrale und Umweltbundesamt rund die Hälfte. Voll laden ist für die Lagerung laut STIHL und Bosch nicht nötig, eine voll geladene Zelle altert laut Bosch schneller. Ganz leer darf der Akku aber auch nicht sein, weil eine Tiefentladung droht.

Wie viel Kälte halten Akkus von Gartengeräten aus?

Weniger, als die Lagerbereiche mancher Hersteller vermuten lassen. Das IFS schreibt, dass namhafte Hersteller minus 10 Grad als Untergrenze nennen, und warnt vor dauerhaftem Kapazitätsverlust und Brandgefahr beim späteren Laden. STIHL gibt minus 10 bis plus 50 Grad an, Bosch warnt vor Tiefentladung unter minus 15 Grad. Empfohlen werden 10 bis 25 Grad (Umweltbundesamt) oder 5 bis 25 Grad (Husqvarna).

Kann ich Akkus im Winter in der Garage lassen?

In einer ungeheizten Garage nicht. Das Institut für Schadenverhütung der öffentlichen Versicherer rät ausdrücklich davon ab, Einhell empfiehlt stattdessen einen frostfreien Keller oder das Haus. Die Stiftung Warentest nennt den Keller als guten Ort, solange er trocken ist und keine brennbaren Gegenstände in der Nähe liegen. Eine beheizte, trockene Garage ohne Brandlasten ist etwas anderes.

Muss der Benzintank des Rasenmähers im Winter leer sein?

STIHL und Einhell sagen ja, weil Benzin über den Winter seine Zündfähigkeit verliert. Briggs & Stratton empfiehlt dagegen, den Tank mit stabilisiertem Kraftstoff aufzufüllen, und nur ohne Stabilisator oder bei alkoholhaltigem Kraftstoff zu leeren. Husqvarna lässt für Aufsitzmäher beides zu. Maßgeblich ist die Anleitung des Motor- beziehungsweise Geräteherstellers.

Darf der Rasenmäher im Winter draußen stehen?

STIHL rät davon ab und nennt als Lagerort einen abgedeckten, staubfreien, trockenen und frostfreien Platz wie Garage oder Keller, den Mäher in Normallage. Für Akku-Mäher gilt zusätzlich, dass der Akku gesondert und frostfrei lagert. Ein Mäher unter einer Plane im Freien bekommt Feuchtigkeit ab, die an Messer, Lagern und Elektrik Schaden anrichten kann.

Kann ich Gartengeräte im Gartenhaus überwintern?

Handgeräte wie Spaten, Rechen und Scheren ja, wenn das Gartenhaus trocken ist; Gardena nennt den Haken in Garage oder Gartenhaus ausdrücklich für Scheren. Für Akkus, Mähroboter und wasserführende Geräte reicht es meist nicht. Gardena schreibt, dass Gartenhäuser und Garagen in aller Regel nicht hundertprozentig frostsicher sind.

Wohin mit einem Akku, der den Winter nicht überlebt hat?

In die getrennte Sammlung: § 6 des Batterierecht-Durchführungsgesetzes verpflichtet Endnutzer, Altbatterien getrennt vom unsortierten Siedlungsabfall zu entsorgen. Das Umweltbundesamt schließt Restmüll, gelbe Tonne, Sperrmüll und Metallschrott ausdrücklich aus und nennt die kostenlose Rückgabe im Handel, beim Wertstoffhof oder Schadstoffmobil. Händler müssen auch beschädigte Akkus zurücknehmen. Pole vorher abkleben, aufgeblähte Akkus nicht mehr laden und sicher verpackt sofort abgeben.

Muss ich Akkus im Winter zwischendurch nachladen?

Je nach Lagerdauer ja. Das Umweltbundesamt empfiehlt, einen länger ungenutzten Akku spätestens nach sechs Monaten nachzuladen und nennt das Überwintern von Gartengeräten als Beispiel. Die Stiftung Warentest rät, Akkus zweimal im Jahr nachzuladen. Wer im Oktober einlagert und im März wieder startet, kommt mit einem Kontrolltermin zur Wintermitte auf der sicheren Seite aus.

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Quellen & weiterführende Lektüre

Diese Empfehlung beruht auf den folgenden öffentlich zugänglichen Quellen, die wir ausgewertet und gewichtet haben. Eigene Test­ergebnisse geben wir nicht wieder.

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