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Bastian Saupe· Gründer & Aggregator-RedaktionBastian Saupe betreibt mehrere unabhängige Aggregator-Recherche-Sites zu Konsumenten-Themen — darunter deinkuechenbegleiter.de und deingartenbegleiter.de. Gemeinsame Methodik aller Sites: systematische Auswertung von Stiftung Warentest, ETM Testmagazin, Spezialist-Reviews (Selbst-ist-der-Mann, mein-schoener-garten.de, gartenjournal.net) und Langzeit-Käufer-Berichten aus Amazon DE und Foren wie garten-pur.de. Keine Eigentests, keine bezahlten Kooperationen, keine Hersteller-Muster. Jede Empfehlung ist mit Original-Quelle verlinkt. Sein Skill ist nicht spezielle Garten-Praxis-Expertise, sondern strukturierte Test-Auswertung — diese Methodik gilt konsistent über alle seine Sites.
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Veröffentlicht: · Aktualisiert: · Lesezeit ca. 9 Min.
Regentonne reinigen: Algen, Schlamm und Kalk ohne Chemie loswerden
Aggregator-Hinweis: Cross-Source-Synthese aus neun Quellen — Fachratgebern, Verbraucher- und Naturschutzportalen. Keine eigenen Tests. Alle Empfehlungen zielen auf Gießwasser, das an Pflanzen und in den Boden gelangt — deshalb konsequent schonende Mittel. Stand: August 2026. Methodik: /methodik.
Warum Regentonnen veralgen und verschlammen
Eine Regentonne ist ein kleines Ökosystem: stehendes Wasser, Nährstoffe und Licht — mehr braucht es nicht, damit sich Algen ansiedeln. Der grüne Film an den Wänden ist Photosynthese in Aktion; er wächst umso schneller, je heller und wärmer die Tonne steht. Offene Fässer in der prallen Sonne veralgen deshalb binnen weniger Wochen, während eine abgedeckte Tonne im Halbschatten fast klar bleibt.
Parallel dazu sammelt sich am Boden ein Schlamm aus Feinstaub, Pollen, Blütenstaub und abgestorbenen Algen. Über den Zulauf vom Dach kommt weiteres Material herein: gelöste Stoffe aus Dachrinnen, Moosreste, Laubkrümel. Dieser Bodensatz ist nährstoffreich und füttert wiederum die Algen — ein Kreislauf, der sich mit jedem Jahr verstärkt, wenn niemand eingreift. Kalkflecken sind seltener ein Problem, treten aber auf, wenn hartes Leitungswasser nachgefüllt wird oder die Tonne austrocknet und Rückstände zurückbleiben.
Die Konsequenz für die Reinigung: Es geht fast immer um zwei Beläge zugleich — den Algenfilm an den Wänden und den Schlamm am Boden. Beide lassen sich mechanisch lösen, wenn man sie nicht zu lange wachsen lässt.
Wann und wie oft reinigen
Als Faustregel reicht eine gründliche Grundreinigung pro Jahr. Der beste Zeitpunkt ist der Herbst, wenn die Tonne ohnehin für den Winter entleert wird — dazu passt der Ratgeber zum Winterfestmachen. Alternativ funktioniert das Frühjahr vor Saisonstart. Wie viel Aufwand darüber hinaus nötig ist, hängt vom Standort ab:
| Jahreszeit | Zustand & Aufgabe | Aufwand |
|---|---|---|
| Frühjahr | vor Saisonstart: Tonne spülen, Filter und Hahn prüfen | gering |
| Sommer | bei Sonne und offener Tonne: Algenkontrolle, ggf. leichte Zwischenreinigung | mittel |
| Herbst | Grundreinigung nach dem Entleeren: Schlamm raus, Wände schrubben | hoch |
| Winter | Tonne leer und frostsicher, kein Reinigungsbedarf | keiner |
Wer die Tonne abdeckt und einen Filter am Zulauf hat, kommt in der Regel mit dem einen Herbsttermin aus. Steht das Fass offen und sonnig, verschiebt sich der Schwerpunkt in den Sommer, weil Algen dann am schnellsten wachsen. Verlässlichster Indikator bleibt aber nicht der Kalender, sondern der Zustand: fauliger Geruch, dicker Bodenschlamm oder grüne Wände sind das Signal.
Schritt für Schritt: die Grundreinigung
Die jährliche Grundreinigung braucht kein Spezialwerkzeug — eine Bürste, ein Eimer und etwas Wasser genügen. Der Ablauf in vier Schritten:
- Entleeren. Hahn öffnen und das Wasser für eine letzte Gießrunde nutzen. Den Rest mit Gießkanne oder Eimer ausschöpfen, bis nur noch der Bodensatz übrig ist.
- Schlamm entfernen. Eine herausnehmbare Tonne kippen und ausschütten. Eine fest installierte mit Kelle, Handfeger und Kehrblech oder einem Nass-Sauger ausräumen.
- Wände reinigen. Mit einer Bürste und klarem Wasser die Innenwände abschrubben. Sitzt der Algenfilm fest, etwas Schmierseife oder eine verdünnte Essiglösung auftragen und nachschrubben.
- Nachspülen. Zwei- bis dreimal mit klarem Wasser ausspülen, bis kein Reinigungsmittel und kein Geruch mehr zurückbleiben. Dann Zulauf, Filter und Hahn kontrollieren.
Ein Wort zur Sicherheit: Große Tonnen sind voll extrem schwer, deshalb immer erst entleeren, bevor man sie bewegt. Beim Ausräumen des Bodens helfen Handschuhe, weil der Biofilm glitschig und rutschig ist. Wer die Tonne gerade sowieso offen hat, prüft am besten gleich den Anschluss ans Fallrohr — die Details dazu stehen im Ratgeber zum Anschließen.
Schonende Mittel gegen Algen — und was nicht hineingehört
Weil das Wasser später an Pflanzen und in den Boden kommt, entscheidet die Wahl des Mittels über mehr als nur die Sauberkeit. Die mechanische Reinigung mit Bürste und Wasser ist immer die erste Wahl; Mittel kommen nur bei hartnäckigen Belägen dazu — und dann milde. Was funktioniert und was Sie sich sparen sollten:
| Mittel | Wirkung | Bewertung |
|---|---|---|
| Bürste + klares Wasser | löst Algen und Schlamm mechanisch | erste Wahl, immer zuerst |
| Schmierseife | löst Fettfilm und Algenbelag | gut, gründlich nachspülen |
| Verdünnter Essig | löst Algen und leichte Kalkränder | gut, verdünnt und nachspülen |
| Soda (Natriumcarbonat) | löst Fett und organische Beläge | gut, sparsam dosieren |
| Chlor / Javel | desinfiziert stark | nein — schädigt Pflanzen |
| Rohr-/Sanitärreiniger | aggressiv gegen Beläge | nein — Rückstände im Gießwasser |
| Algizide / Kupfer | tötet Algen chemisch | nein — belastet Boden und Pflanzen |
Der Grundsatz lautet: erst mechanisch, dann bei Bedarf ein mildes Mittel, danach mehrfach mit klarem Wasser spülen. Ein sogenanntes Desinfizieren der Regentonne ist für Gießwasser weder nötig noch sinnvoll — es geht nicht um Trinkwasserhygiene, sondern darum, Beläge zu lösen und Nährstoffe zu reduzieren. Wer Kalkränder entfernen will, greift zu verdünntem Essig statt zu Entkalkern auf Basis starker Säuren.
Schlamm und Biofilm am Boden entfernen
Der Bodensatz ist der Motor des Algenwachstums, denn er liefert die Nährstoffe. Ihn konsequent zu entfernen bringt oft mehr als jedes Reinigungsmittel an den Wänden. Bei einer Tonne, die sich kippen oder ausheben lässt, ist die Sache schnell erledigt: entleeren und ausschütten. Steht das Fass fest, schöpfen Sie das Restwasser ab und holen den Schlamm mit Kelle oder Nass-Sauger heraus.
Wichtig ist der zweite Schritt: Auf der Bodenfläche und in den unteren Wandbereichen hält sich ein glitschiger Biofilm — eine dünne Schicht aus Mikroorganismen, die sich mit bloßem Ausschöpfen nicht löst. Hier hilft nur die Bürste. Erst wenn die Fläche nicht mehr schmierig ist, ist der Nährstoffspeicher wirklich raus.
Der entfernte Schlamm ist übrigens kein Abfall: Er ist nährstoffreich und lässt sich kompostieren oder direkt ins Beet geben. Nur zurück in die Tonne gehört er nicht. Wer den Nachschub bremsen will, setzt einen Filter an den Zulauf — das reduziert Feinmaterial vom Dach spürbar und verlängert die Zeit bis zur nächsten Ausräumaktion.
Gerüche und Mücken vermeiden
Ein fauliger Geruch ist immer dasselbe Signal: organisches Material zersetzt sich im Wasser ohne genügend Sauerstoff. Die Ursache liegt fast nie im Wasser selbst, sondern im eingetragenen Material — Laub, Blüten, Algen, Schlamm. Deshalb ist die Geruchsbekämpfung dieselbe wie die Algenvorsorge: Eintrag begrenzen, Schlamm entfernen, abdecken. Frisches, sauberes Regenwasser riecht kaum; kippt der Geruch dennoch, hilft Ausschöpfen, Reinigen und Neubefüllen zuverlässiger als jeder Zusatz.
Stechmücken sind das zweite typische Problem stehenden Wassers. Die Weibchen legen ihre Eier auf die Wasseroberfläche, die Larven entwickeln sich dort. Der wirksamste Schutz ist mechanisch:
- Dichter Deckel oder feines Netz über der Öffnung hält die Mücken von der Eiablage ab.
- Regelmäßige Wasserentnahme stört die Larvenentwicklung.
- Kein Öl-Film auf der Oberfläche — das Wasser dient als Gießwasser und soll sauber bleiben.
Ein gut schließender Deckel löst beide Probleme zugleich: Er hält Licht, Laub und Mücken draußen. Damit ist er die zentrale Maßnahme, um eine Tonne dauerhaft sauber zu halten.
Dauerhaft vorbeugen: Deckel, Filter, Standort
Jede Reinigung ist Nacharbeit — günstiger ist, die Verschmutzung von vornherein zu bremsen. Drei Stellschrauben wirken, und sie greifen ineinander:
| Maßnahme | Wirkung | Aufwand |
|---|---|---|
| Blickdichter Deckel / dunkle Tonne | entzieht Algen das Licht — größter Hebel | einmalig |
| Laubfilter am Zulauf | hält Blätter, Pollen und Nährstoffe zurück | gering, gelegentlich reinigen |
| Halbschattiger Standort | hält das Wasser kühler, bremst Wachstum | einmalig bei der Aufstellung |
Der Deckel ist die wichtigste Investition: Ohne Licht keine Photosynthese, ohne Photosynthese kaum Algen. Eine dunkle oder abgedeckte Tonne veralgt deutlich langsamer als ein offenes, helles Fass in der Sonne. Der Filter setzt am zweiten Faktor an, den Nährstoffen: Was gar nicht erst hineinkommt, muss später nicht ausgeschöpft werden. Und der Standort entscheidet über die Wassertemperatur — im Halbschatten bleibt das Wasser kühler und die Algen träger.
Wer eine neue Tonne anschafft, sollte diese drei Punkte gleich mitdenken; die Kaufberatung und der Regenfass-Test gehen auf Deckelvarianten und Filterlösungen ein. Eine abgedeckte, gefilterte Tonne im Halbschatten braucht meist nur die eine Grundreinigung im Herbst — statt ständiger Nacharbeit über die ganze Saison.
Kalk, Rost und braune Verfärbungen: die Sonderfälle
Nicht jeder Belag ist Alge oder Schlamm. Drei Sonderfälle tauchen immer wieder auf und brauchen jeweils eine eigene Antwort.
| Belag / Fleck | Typische Ursache | Schonende Abhilfe |
|---|---|---|
| Weiße Kalkränder | hartes Nachfüllwasser, Austrocknen | verdünnter Haushaltsessig, dann spülen |
| Braune Verfärbung | Gerbstoffe aus Eichen- oder Buchenlaub | mechanisch bürsten, Laubfilter nachrüsten |
| Rostspuren | Metallteile, alte Dachrinnen | Quelle beseitigen, Fläche abschrubben |
| Glitschiger Biofilm | Mikroorganismen am Boden | Bürste, kein Chemieeinsatz nötig |
Kalk ist der häufigste Sonderfall, sobald hartes Leitungswasser nachgefüllt wird. Verdünnter Essig löst die Ränder zuverlässig — anschließend gründlich nachspülen, damit nichts ins Gießwasser gelangt. Braune Schlieren stammen fast immer aus Gerbstoffen von Herbstlaub; sie sind harmlos, lassen sich aber nur mechanisch entfernen und am besten durch einen Laubfilter am Zulauf vermeiden. Von Chlor, Rostentferner oder Säureentkalkern ist auch bei diesen Sonderfällen abzuraten: Ihre Rückstände gehören nicht an Pflanzen und Boden.
Warum schonende Mittel zählen — das Wasser landet im Boden
Der entscheidende Unterschied zwischen einer Regentonne und dem Spülbecken in der Küche: Das Reinigungswasser verschwindet nicht im Abfluss, sondern landet später an Salat, Staude und Rasen — und von dort im Boden und im Bodenleben. Die Wahl des Mittels ist damit keine Kosmetik, sondern eine Frage des Pflanzenschutzes.
Rückstände aus Chlorreinigern, Algiziden oder kupferhaltigen Präparaten können Wurzeln schädigen und nützliche Bodenorganismen wie Regenwürmer und Mikroben belasten. Milde Mittel wie Schmierseife, verdünnter Essig und Soda bauen sich dagegen rasch ab, sofern nach der Reinigung mehrfach mit klarem Wasser nachgespült wird.
Dahinter steht ein größeres Bild: Das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau verweist darauf, dass die Nutzung von Regenwasser im Garten wertvolles Trinkwasser einspart — bei einem häuslichen Verbrauch von rund 120 Litern pro Person und Tag ist die Gartenbewässerung ein spürbarer Posten. Damit dieses Wasser dem Garten nützt und nicht schadet, sollte es sauber bleiben: mechanisch reinigen, mild nachhelfen, gründlich spülen. So bleibt die Tonne ein Gewinn für Wasserhaushalt und Pflanzen.
Häufige Fragen, kurz beantwortet
Antworten zu Reinigungsablauf, Häufigkeit, Algenbekämpfung, unbedenklichen Mitteln, Schlammentfernung, Geruch und Mücken sowie dauerhafter Vorbeugung stehen im FAQ-Block oben.
Quellen & Methodik
Wir werten neun Quellen aus: Stiftung Warentest, die Fachratgeber von selbst.de und heimwerker.de, die Gartenportale Mein schöner Garten, Plantura und Gartenjournal sowie den NABU zur Regenwassernutzung. Alle Empfehlungen sind darauf ausgelegt, dass das Wasser als Gießwasser an Pflanzen und in den Boden gelangt — deshalb der konsequente Verzicht auf aggressive Chemie. Die Modelle stehen im Regenfass-Test, die passenden Ratgeber zum Anschließen und Winterfestmachen runden den Pflegezyklus ab.
Stand: August 2026. Update-Cadence quartalsweise. Autor: Bastian Saupe — Methodik unter /methodik, Profil unter /autor/bastian-saupe.
Häufig gestellte Fragen
Wie reinige ich eine Regentonne richtig?
In vier Schritten und ohne Spezialmittel. Zuerst die Tonne so weit wie möglich entleeren — den Hahn öffnen, den Rest mit Eimer oder Gießkanne ausschöpfen. Dann den Bodenschlamm herausholen: bei der herausnehmbaren Tonne umkippen, sonst mit Kelle oder nassem Sauger. Anschließend die Innenwände mit einer Bürste und klarem Wasser abschrubben; sitzt ein Algenfilm fest, hilft etwas Schmierseife oder eine verdünnte Essiglösung. Zum Schluss zwei- bis dreimal mit klarem Wasser nachspülen, bis kein Reinigungsmittel mehr zurückbleibt. Verzichten Sie auf Chlor und scharfe Haushaltsreiniger, weil das Wasser später an Pflanzen und in den Boden gelangt. Wer ohnehin dabei ist, prüft gleich Zulauf, Filter und Hahn auf Verschmutzung.
Wie oft sollte ich die Tonne reinigen?
Für die meisten Gärten reicht eine gründliche Grundreinigung pro Jahr, idealerweise im Herbst nach dem Entleeren oder im Frühjahr vor der Saison. Wer die Tonne offen und in der Sonne stehen hat, muss häufiger ran, weil Licht und Wärme das Algenwachstum antreiben — dann kann eine zweite, leichtere Reinigung im Hochsommer sinnvoll sein. Ein Blick zwischendurch lohnt sich: Riecht das Wasser faulig, ist der Boden dick verschlammt oder färben sich die Wände grün, ist es Zeit. Umgekehrt gilt: Eine abgedeckte Tonne mit Laubfilter am Zulauf verschmutzt deutlich langsamer und kommt oft mit dem einen Jahrestermin aus. Die Reinigungshäufigkeit hängt also weniger vom Kalender ab als von Standort und Abdeckung.
Was hilft gegen Algen in der Regentonne?
Algen brauchen Licht, Wärme und Nährstoffe — der wirksamste Hebel ist deshalb, ihnen das Licht zu nehmen. Ein blickdichter Deckel oder eine dunkle Abdeckung bremst das Wachstum stärker als jedes Reinigungsmittel. Ist der Belag schon da, lösen Sie ihn mechanisch mit Bürste und Wasser; hartnäckige Filme geben mit etwas Schmierseife oder einer verdünnten Essig- oder Soda-Lösung nach. Danach gründlich nachspülen. Finger weg von Algiziden, Chlor oder Kupferpräparaten: Diese Stoffe können empfindliche Pflanzen schädigen und gehören nicht ins Gießwasser. Auch eingetragenes Laub und Blütenreste düngen die Algen — ein Filter am Zulauf reduziert diese Nährstoffe. Kurz: abdunkeln, mechanisch reinigen, schonend nachhelfen, Nährstoffeintrag stoppen.
Welche Reinigungsmittel sind unbedenklich fürs Gießwasser?
Weil das Wasser an Beet, Rasen und Kübel kommt, sollten nur biologisch gut abbaubare und milde Mittel in die Tonne. Bewährt haben sich Schmierseife, verdünnter Haushaltsessig und Soda — sie lösen Algen und Fett, ohne dauerhaft im Wasser zu bleiben, sofern Sie nach der Reinigung gründlich nachspülen. Reine mechanische Reinigung mit Bürste und klarem Wasser ist ohnehin die erste Wahl. Tabu sind Chlorreiniger, Rohrreiniger, aggressive Sanitär- und Schimmelentferner sowie Algizide oder Kupferpräparate: Ihre Rückstände können Pflanzen schädigen und Bodenorganismen belasten. Wichtig ist die Reihenfolge: erst mechanisch, dann bei Bedarf mildes Mittel, danach mehrfach mit klarem Wasser spülen, bis nichts mehr schäumt oder riecht. So bleibt das Gießwasser unbedenklich.
Wie entferne ich Schlamm am Boden?
Der Bodensatz aus Feinstaub, Pollen und abgestorbenen Algen setzt sich mit der Zeit als glitschige Schicht ab. Am einfachsten geht es bei einer Tonne, die man kippen oder ausheben kann: entleeren und den Schlamm herausschütten. Steht die Tonne fest, schöpfen Sie das Restwasser ab und holen den Schlamm mit einer Kelle, einem Handfeger und Kehrblech oder einem Nass-Sauger heraus. Danach die Bodenfläche mit Bürste und Wasser nachwischen, weil sich dort gern ein Biofilm hält. Den Schlamm können Sie kompostieren oder ins Beet geben — er ist nährstoffreich, gehört aber nicht zurück in die Tonne. Wer den Zulauf mit einem Filter versieht, reduziert den Nachschub an Feinmaterial und muss seltener ausschöpfen.
Wie verhindere ich Gerüche und Mücken?
Fauliger Geruch entsteht, wenn organisches Material — Laub, Algen, Schlamm — im Wasser ohne Sauerstoff zersetzt wird. Der beste Schutz ist deshalb, diesen Eintrag zu begrenzen: Laubfilter am Zulauf, regelmäßiges Entfernen von Bodenschlamm und eine Abdeckung, die Blätter und Blüten draußen hält. Frisches Wasser stinkt selten; kippt der Geruch, hilft Ausschöpfen, Reinigen und Neubefüllen. Gegen Stechmücken zählt vor allem ein dichter Deckel oder ein feines Netz über der Öffnung, damit die Weibchen nicht zur Eiablage hineinkommen. Regelmäßige Wasserentnahme stört die Larvenentwicklung zusätzlich. Von Öl-Filmen auf der Wasseroberfläche ist abzuraten, weil das Wasser als Gießwasser dient. Deckel, Filter und Bewegung im Wasser sind die saubere Lösung.
Wie beuge ich Algen dauerhaft vor?
Vorbeugen schlägt Reinigen — und funktioniert über drei Stellschrauben. Erstens Licht: Ein blickdichter Deckel oder eine dunkle Tonne entzieht den Algen die Grundlage für die Photosynthese, das ist der größte Hebel. Zweitens Nährstoffe: Ein Laubfilter am Zulauf hält Blätter, Pollen und Blütenreste zurück, die sonst als Dünger wirken. Drittens Wärme: Ein halbschattiger Standort ohne pralle Mittagssonne hält das Wasser kühler und bremst das Wachstum. Wer die Tonne im Herbst leert und reinigt, startet zudem jede Saison mit einer sauberen Ausgangslage. Diese Maßnahmen greifen ineinander: Eine abgedeckte, gefilterte Tonne im Halbschatten veralgt kaum noch und braucht meist nur die eine Grundreinigung im Jahr statt ständiger Nacharbeit.
Hilft Essig gegen Kalk in der Regentonne?
Ja, verdünnter Haushaltsessig ist das schonende Mittel der Wahl gegen weiße Kalkränder. Kalk entsteht vor allem dort, wo hartes Leitungswasser nachgefüllt wird oder die Tonne austrocknet und Rückstände hinterlässt. Verwenden Sie normalen Haushaltsessig, keine hoch konzentrierte Essigessenz pur, und tragen Sie ihn auf die betroffenen Stellen auf; nach kurzer Einwirkzeit lösen sich die Ränder und lassen sich mit der Bürste abnehmen. Anschließend gründlich mit klarem Wasser nachspülen, damit keine Säure ins spätere Gießwasser gelangt. Von Entkalkern auf Basis starker Säuren ist abzuraten, weil ihre Rückstände Pflanzen und Bodenleben belasten können. Für den normalen Algen- und Schlammbelag brauchen Sie ohnehin keinen Essig — hier reichen Bürste und Wasser.
Ist das Reinigungswasser schädlich für den Garten?
Das hängt allein vom Mittel ab. Weil das Wasser später an Beet, Rasen und Kübel kommt, sollten nur milde, biologisch gut abbaubare Stoffe in die Tonne: Schmierseife, verdünnter Essig und Soda erfüllen das, sofern Sie nach der Reinigung mehrfach mit klarem Wasser nachspülen. Reine mechanische Reinigung mit Bürste und Wasser ist ohnehin unbedenklich. Schädlich wird es dagegen mit Chlorreinigern, Rohr- und Sanitärreinigern sowie Algiziden oder Kupferpräparaten — ihre Rückstände können Wurzeln schädigen und nützliche Bodenorganismen wie Regenwürmer und Mikroben belasten. Die Reihenfolge entscheidet: erst mechanisch, dann bei Bedarf ein mildes Mittel, danach so lange spülen, bis nichts mehr schäumt oder riecht. So bleibt das Gießwasser ein Gewinn für den Garten und keine Belastung.
Quellen & weiterführende Lektüre
Diese Empfehlung beruht auf den folgenden öffentlich zugänglichen Quellen, die wir ausgewertet und gewichtet haben. Eigene Testergebnisse geben wir nicht wieder.
- Stiftung Warentest — Garten und Wasser · Stiftung Warentest, Berlin · Abgerufen 2026-08
- selbst.de — Regentonne und Regenwassernutzung · selbst ist der Mann / Bauer Media · Abgerufen 2026-08
- heimwerker.de — Regentonne reinigen und pflegen · heimwerker.de / Computer Bild Digital · Abgerufen 2026-08
- Mein schöner Garten — Regenwasser im Garten · Mein schöner Garten / Burda · Abgerufen 2026-08
- Plantura — Regentonne reinigen und Algen vermeiden · Plantura, München · Abgerufen 2026-08
- NABU — Regenwasser nutzen im Garten · Naturschutzbund Deutschland e. V. · Abgerufen 2026-08
- Gartenjournal — Regentonne sauber halten · Gartenjournal.net · Abgerufen 2026-08
- Verbraucherzentrale — Regenwasser im Garten nutzen · Verbraucherzentrale Bundesverband · Abgerufen 2026-08
- Umweltbundesamt — Regenwassernutzung und Trinkwasser sparen · Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau · Abgerufen 2026-08
