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Bastian Saupe· Gründer & Aggregator-RedaktionBastian Saupe betreibt mehrere unabhängige Aggregator-Recherche-Sites zu Konsumenten-Themen — darunter deinkuechenbegleiter.de und deingartenbegleiter.de. Gemeinsame Methodik aller Sites: systematische Auswertung von Stiftung Warentest, ETM Testmagazin, Spezialist-Reviews (Selbst-ist-der-Mann, mein-schoener-garten.de, gartenjournal.net) und Langzeit-Käufer-Berichten aus Amazon DE und Foren wie garten-pur.de. Keine Eigentests, keine bezahlten Kooperationen, keine Hersteller-Muster. Jede Empfehlung ist mit Original-Quelle verlinkt. Sein Skill ist nicht spezielle Garten-Praxis-Expertise, sondern strukturierte Test-Auswertung — diese Methodik gilt konsistent über alle seine Sites.
- Seit 2019 systematische Auswertung von Stiftung-Warentest- und ETM-Testmagazin-Reports
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Veröffentlicht: · Aktualisiert: · Lesezeit ca. 9 Min.
Regentonne anschließen: der Regensammler macht die Arbeit
Aggregator-Hinweis: Cross-Source-Synthese aus neun Quellen — Fachratgebern, Herstellerangaben und Umweltbehörden. Keine eigenen Tests. Die Montagehinweise sind eine Zusammenführung gängiger Anleitungen; maßgeblich bleibt die Anleitung Ihres Regensammlers. Stand: August 2026. Methodik: /methodik.
Eine Regentonne aufzustellen ist die halbe Miete — der eigentliche Trick steckt im Anschluss ans Fallrohr. Wer hier sauber arbeitet, hat eine Tonne, die sich von selbst füllt, bei Volllast nicht überläuft und den Keller trocken lässt. Das zentrale Bauteil ist der Regensammler, oft Regendieb genannt. Dieser Ratgeber führt durch die Funktion, die richtige Einbauhöhe, den Schnitt im Fallrohr sowie durch Filter, Überlauf und den Verbund mehrerer Tonnen. Einen Überblick über Fässer und Speicher gibt die Übersicht Regenfässer & Zisternen.
So funktioniert der Anschluss über den Regensammler
Der Regensammler wird in das senkrechte Fallrohr eingesetzt und zweigt einen Teil des ablaufenden Wassers seitlich ab. Regenwasser läuft an der Innenwand des Fallrohrs herunter, der Sammler fängt es auf und leitet es über einen kurzen Schlauch oder Stutzen in die daneben stehende Tonne.
Der wichtigste Vorteil moderner Sammler ist die automatische Stopp-Funktion: Erreicht der Wasserstand in der Tonne die Höhe des Sammlers, kann kein weiteres Wasser mehr abzweigen und der Überschuss läuft im Fallrohr regulär nach unten in die Kanalisation. Man muss also nichts umstellen und nichts absperren — die volle Tonne regelt sich selbst. Genau das unterscheidet den Regensammler vom simplen Abzweigrohr, das immer abzweigt und deshalb einen eigenen Überlauf braucht.
| Bauteil-Typ | Stopp bei voller Tonne | Überlauf nötig? |
|---|---|---|
| Regensammler mit Stopp | ja, automatisch | nein |
| Regensammler mit Filtersieb | ja, plus Laubschutz | nein |
| Einfacher Abzweig / Klappe | nein | ja, separat |
Welche Tonnen und Sammler zusammenpassen, zeigt der Regenfass-Test; klassische Modelle stehen im Vergleich klassischer Regentonnen 200–300 l.
Einbauhöhe richtig wählen
Die Einbauhöhe ist die häufigste Fehlerquelle. Der Sammler bestimmt zugleich, bis zu welchem Stand sich die Tonne füllt — sitzt er zu tief, bleibt oben Luft; sitzt er zu hoch, läuft die Tonne über, bevor der Stopp greift. Als Orientierung gilt: wenige Zentimeter oberhalb der gewünschten maximalen Füllhöhe.
| Aufstellsituation | Bezugspunkt | Einbauhöhe des Sammlers |
|---|---|---|
| Tonne direkt auf dem Boden | Tonnenrand | ca. 5–10 cm über dem Rand |
| Tonne auf niedrigem Sockel | Rand plus Sockelhöhe | Sockelhöhe zum Rand addieren |
| Tonne erhöht (Gießkannen-Zugang) | Rand plus Podesthöhe | entsprechend höher ansetzen |
| Mehrere Tonnen im Verbund | Rand der ersten Tonne | wie bei Einzeltonne |
Praktisch heißt das: erst die Tonne an ihren endgültigen, ebenen Platz stellen, dann die Füllhöhe markieren und den Sammler knapp darüber ansetzen. Wer die Tonne später erhöht, muss den Sammler nachjustieren — deshalb lohnt es sich, den Standplatz vorher festzulegen. Bei der Auswahl von Tonne und Standort hilft die Regentonne-Kaufberatung.
Schritt für Schritt: Fallrohr aussägen und Sammler einsetzen
Der Umbau ist in etwa 20 Minuten erledigt und braucht wenig Werkzeug: eine Säge passend zum Rohrmaterial, einen Zollstock und einen Stift.
- Standplatz und Höhe festlegen. Tonne eben aufstellen, Füllhöhe markieren, Einbauhöhe des Sammlers am Fallrohr anzeichnen.
- Fallrohr aussägen. Je nach Modell wird ein kurzes Stück herausgetrennt oder nur eine seitliche Öffnung gesägt beziehungsweise gebohrt. Maße aus der Anleitung übernehmen und Schnittkanten glätten.
- Sammler einsetzen. Das Bauteil in das Rohr einschieben und die Rohrenden wieder aufstecken. Kunststoffsammler klemmen oder rasten — Kleben ist in der Regel nicht nötig.
- Schlauch zur Tonne führen. Den mitgelieferten Schlauch oder Stutzen vom Sammler zur Zulauföffnung im Tonnendeckel legen, mit leichtem Gefälle, ohne Knick.
- Funktion prüfen. Bei nächstem Regen oder mit einem Eimer Wasser oben ins Rohr testen, ob das Wasser sauber in die Tonne läuft und der Stopp greift.
Arbeiten in der Höhe nur auf sicherem Stand — eine Trittleiter statt akrobatischer Verrenkungen. Wie die Methodik hinter diesen zusammengeführten Anleitungen aussieht, steht unter /methodik.
Filter und Laubschutz
Vom Dach kommt selten nur sauberes Wasser: Laub, Moos, Blütenstaub und Feinschmutz werden mitgespült. Landen sie in der Tonne, faulen sie am Boden und verstopfen den Auslauf. Deshalb gehört ein Filter zum Anschluss dazu.
- Integriertes Sieb im Sammler. Viele Regensammler bringen ein feines Gitter mit, das grobe Teile zurückhält — für Standardsituationen ausreichend.
- Fallrohrfilter oberhalb des Sammlers. Bei viel Baumbestand sinnvoll, fängt Laub, bevor es den Sammler erreicht.
- Laubfang am Dachrinnenauslauf. Fängt Grobes schon oben ab und entlastet alles Weitere.
Entscheidend ist die Reinigung: Ein zugesetztes Sieb leitet das Wasser am Sammler vorbei nach unten, und die Tonne bleibt trotz Regen leer. Sieb daher regelmäßig ausspülen, besonders im Herbst. Ein Filter ersetzt aber nicht das Säubern der Tonne selbst — Feinsediment setzt sich mit der Zeit ab. Wie man die Tonne gründlich reinigt, steht im Ratgeber Regentonne reinigen.
Überlauf und Rückstau vermeiden
Selbst mit Stopp-Funktion sollte man den Wasserweg bei Starkregen zu Ende denken. Ein Regensammler mit automatischem Stopp leitet Überschuss zurück ins Fallrohr — das ist der einfachste Fall. Bei einem Abzweig ohne Stopp braucht die Tonne dagegen einen eigenen Überlauf.
| Situation | Risiko | Lösung |
|---|---|---|
| Sammler mit Stopp | gering | Überschuss läuft im Fallrohr ab |
| Abzweig ohne Stopp | Überlauf am Rand | Überlaufanschluss knapp unter dem Rand |
| Überlauf zu klein dimensioniert | Rückstau, Spritzwasser am Sockel | Querschnitt mindestens wie Zulauf |
| Ablauf am Haussockel | feuchte Kellerwand | Wasser gezielt ins Beet ableiten |
Ein Überlauf sollte mindestens so viel Wasser fassen wie der Zulauf, sonst staut es sich zurück. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser nicht am Haussockel versickert — das kann Kellerwände durchfeuchten. Besser ist es, den Überlauf gezielt in ein Beet, eine zweite Tonne oder zurück ins Fallrohr zu führen. Wer das Wasser danach breit im Garten nutzen will, findet Ideen im Ratgeber Regenwasser im Garten nutzen.
Mehrere Tonnen im Verbund
Eine einzelne Tonne ist schnell leer. Mehr Volumen erreicht man, indem man mehrere Tonnen koppelt — dafür gibt es zwei bewährte Wege.
| Verbund-Art | Prinzip | Worauf achten |
|---|---|---|
| Bodenverbindung | Tonnen unten koppeln, gleicher Füllstand | Tonnen exakt waagerecht und auf gleicher Höhe |
| Reihenverbindung | Überlauf der ersten speist die zweite | ausreichender Querschnitt der Verbindung |
Bei der Bodenverbindung werden die Tonnen unten mit einem Verbindungsset (Durchführung plus Schlauch) gekoppelt. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren halten sie gemeinsam denselben Füllstand — der Sammler speist nur eine Tonne, der Rest füllt sich mit. Voraussetzung ist, dass alle Tonnen wirklich eben und auf gleicher Höhe stehen, sonst läuft eine über, während die andere halb leer bleibt.
Bei der Reihenverbindung leitet der Überlauf der ersten Tonne in die zweite, deren Überlauf in die dritte und so weiter. Das ist unkomplizierter beim Aufbau und toleranter gegenüber kleinen Höhenunterschieden, füllt die hinteren Tonnen aber erst, wenn die vorderen voll sind. Eine Übersicht passender Modelle und Kombinationen bietet der Regenfass-Test.
Materialhinweise Fallrohr: Zink, Kupfer und Kunststoff
Das Vorgehen hängt vom Rohrmaterial ab — vor allem beim Zuschnitt.
| Material | Werkzeug zum Trennen | Besonderheit |
|---|---|---|
| Kunststoff (PVC) | Kunststoff- oder Bügelsäge | einfachster Fall, klemmender Sammler |
| Zink | Metallsäge oder Rohrabschneider | Kanten entgraten, Metallsammler wählen |
| Kupfer | Rohrabschneider | Metallabtrag möglich, Wasserqualität beachten |
Bei Kunststofffallrohren genügt eine feine Säge, der Sammler klemmt oder rastet ein. Zink und Kupfer lassen sich nicht mit der Kunststoffsäge trennen — hier braucht es eine Metallsäge oder einen Rohrabschneider, und die Schnittkanten sollten entgratet werden. Für Metallrohre gibt es passende Sammler.
Ein Wort zur Wasserqualität: Von Kupferdächern und Kupferrohren kann sich etwas Metall lösen. Für die normale Gartenbewässerung ist das meist unkritisch; bei empfindlichen Pflanzen kann es eine Rolle spielen — im Zweifel das Wasser für Rasen und robuste Beete verwenden. Bei alten, korrodierten Metallrohren lohnt vor dem Umbau ein prüfender Blick auf den Zustand des Rohrs.
Nach dem Anschluss: Reinigung und Winter
Ist die Tonne angeschlossen, bleibt sie pflegeleicht — zwei Punkte gehören aber zur Routine. Erstens die regelmäßige Reinigung von Sieb und Tonnenboden, damit der Zulauf frei bleibt und sich kein faulendes Sediment sammelt; die Schritte stehen im Ratgeber Regentonne reinigen. Zweitens das Winterfestmachen: Eine volle Tonne kann bei Frost platzen, und der Sammler sollte über den Winter außer Betrieb sein. Wie man Tonne und Anschluss über die kalte Jahreszeit bringt, erklärt der Ratgeber Regentonne winterfest machen.
Wie viel Regenwasser bringt Ihr Dach?
Ob eine Tonne, drei Tonnen oder ein großer Tank sinnvoll sind, hängt vor allem von der angeschlossenen Dachfläche ab. Die überschlägige Formel lautet: Niederschlag mal Dachfläche mal Abflussbeiwert. In Deutschland fallen im langjährigen Mittel etwa 800 Liter pro Quadratmeter und Jahr; von einem geneigten Ziegeldach erreichen rund 80 Prozent die Rinne, der Abflussbeiwert liegt also bei etwa 0,8.
| Angeschlossene Dachfläche | Grober Jahresertrag | Sinnvolles Speichervolumen |
|---|---|---|
| 20 m² | ca. 12.800 l | eine Tonne (200–300 l) |
| 40 m² | ca. 25.600 l | zwei Tonnen oder 500-l-Tank |
| 60 m² | ca. 38.400 l | Tank ab 1.000 l |
| 100 m² | ca. 64.000 l | Zisterne oder mehrere Tanks |
Entscheidend ist nicht die Jahresmenge, sondern das nutzbare Volumen zwischen zwei Regenfällen — eine 300-Liter-Tonne ist nach einem kräftigen Sommergewitter längst voll, während der Überschuss im Fallrohr abläuft. Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) mit Sitz in Darmstadt weist seit Langem darauf hin, dass sich ein erheblicher Teil des häuslichen Trinkwasserbedarfs — allen voran die Gartenbewässerung — durch gesammeltes Regenwasser ersetzen lässt. Wer den Ertrag seines Dachs grob kennt, dimensioniert Tonne, Verbund und Überlauf von Anfang an passend statt später nachzurüsten.
Welcher Regensammler-Typ passt — und wohin mit dem Überlauf?
Sammler ist nicht gleich Sammler. Drei Bauarten dominieren den Markt, und sie unterscheiden sich in Filterung, Stopp-Automatik und passendem Rohrdurchmesser.
| Sammler-Typ | Auto-Stopp | Integrierter Filter | Passend für |
|---|---|---|---|
| Regendieb (Klappe) | ja | Grobsieb | Standard-Fallrohre DN 68–100 |
| Filtersammler | ja | Feinfilter | Standorte mit viel Laub |
| Einfacher Abzweig | nein | keiner | provisorisch, günstig, Zweittonne |
Vor dem Kauf lohnt der Blick auf den Rohrdurchmesser — gängig sind DN 68, DN 75 und DN 100 — sowie auf das Material, denn für Zink und Kupfer gibt es eigene Sammler. Wer viel Baumbestand über dem Dach hat, fährt mit einem Filtersammler besser; für eine selten genutzte Zweittonne genügt der einfache Abzweig mit separatem Überlauf.
Beim Überlauf lohnt ein Gedanke an die Versickerung. Das Regelwerk DWA-A 138 der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) beschreibt, wie Regenwasser fachgerecht auf dem Grundstück versickert wird, ohne Gebäude zu gefährden. Für die Gartentonne heißt das im Kleinen: Überschusswasser gehört gezielt ins Beet oder in eine Sickerfläche geführt — niemals unkontrolliert an den Haussockel, wo es Kellerwände durchfeuchten kann.
Quellen & Methodik
Dieser Ratgeber führt neun Quellen zusammen: Stiftung Warentest, die Ratgeber von selbst.de, heimwerker.de, Mein schöner Garten und Plantura sowie die Hinweise von NABU und Umweltbundesamt zur Regenwassernutzung. Alle Montageangaben sind eine Synthese gängiger Anleitungen und ersetzen nicht die Anleitung Ihres konkreten Regensammlers. Passende Tonnen stehen im Regenfass-Test und im Vergleich klassischer Regentonnen.
Stand: August 2026. Update-Cadence quartalsweise. Autor: Bastian Saupe — Methodik unter /methodik, Profil unter /autor/bastian-saupe.
Häufig gestellte Fragen
Wie schließe ich eine Regentonne ans Fallrohr an?
In vier Schritten. Zuerst die Einbauhöhe am Fallrohr anzeichnen — sie liegt einige Zentimeter oberhalb des Tonnenrands, damit das Wasser mit Gefälle in die Tonne läuft. Dann das Fallrohr an der markierten Stelle aussägen; je nach Regensammler wird ein kurzes Stück herausgetrennt oder nur eine Bohrung gesetzt. Anschließend den Sammler in das Fallrohr einsetzen und die beiden Rohrenden wieder aufstecken. Zum Schluss den mitgelieferten Schlauch oder Stutzen vom Sammler zur Tonne führen und die Tonne darunterstellen. Geklebt wird nichts — der Sammler klemmt oder rastet. Wichtig ist nur, dass die Tonne einen dichten Deckel mit Zulauföffnung hat und eben steht.
Was ist ein Regensammler beziehungsweise Regendieb und wie funktioniert er?
Ein Regensammler — umgangssprachlich Regendieb — ist ein kleines Bauteil, das in das Fallrohr eingesetzt wird und einen Teil des ablaufenden Regenwassers seitlich in die Tonne abzweigt. Das Wasser läuft im Fallrohr an der Innenwand herunter, wird vom Sammler aufgefangen und über einen Schlauch oder Stutzen in die Tonne geleitet. Der entscheidende Vorteil: Die meisten Modelle stoppen automatisch, sobald die Tonne voll ist. Erreicht der Wasserstand die Höhe des Sammlers, läuft überschüssiges Wasser einfach im Fallrohr weiter nach unten in die Kanalisation. So entsteht kein Überlauf am Haus, und man muss nichts umstellen. Einfache Sammler ohne Stopp-Funktion brauchen dagegen einen separaten Überlauf.
Auf welcher Höhe baue ich den Regensammler ein?
Als Faustregel etwas oberhalb des Tonnenrands — meist einige Zentimeter über der maximalen Füllhöhe der Tonne. Der Grund: Das Wasser muss mit leichtem Gefälle vom Sammler in die Tonne laufen, und der Sammler bestimmt zugleich, bis zu welchem Stand die Tonne gefüllt wird. Sitzt er zu tief, füllt sich die Tonne nie ganz; sitzt er zu hoch, kann Wasser überlaufen, bevor der automatische Stopp greift. Praktisch heißt das: Tonne an ihren endgültigen, ebenen Standplatz stellen, gewünschte Füllhöhe markieren und den Sammler wenige Zentimeter darüber ansetzen. Steht die Tonne erhöht auf einem Sockel, verschiebt sich die Einbauhöhe entsprechend nach oben. Die genaue Angabe steht in der Anleitung des jeweiligen Sammlers.
Brauche ich einen Filter?
Sinnvoll ist er fast immer. Vom Dach werden Laub, Moos, Blütenstaub und Feinschmutz mitgespült, die sonst in der Tonne landen, dort faulen und den Auslauf verstopfen. Viele Regensammler haben bereits ein integriertes Sieb oder einen kleinen Laubfilter, der grobe Teile zurückhält. Bei viel Baumbestand lohnt zusätzlich ein Laubfang oder ein Fallrohrfilter oberhalb des Sammlers. Wichtig ist, den Filter regelmäßig zu reinigen — ein zugesetztes Sieb leitet das Wasser sonst am Sammler vorbei nach unten, und die Tonne bleibt trocken. Ein Filter ersetzt aber keine Reinigung der Tonne selbst: Feinsediment setzt sich mit der Zeit am Boden ab. Wie man das entfernt, steht im Ratgeber zum Regentonne reinigen.
Wie verhindere ich Überlauf am Haus?
Am zuverlässigsten mit einem Regensammler, der bei voller Tonne automatisch stoppt — überschüssiges Wasser läuft dann im Fallrohr normal in die Kanalisation weiter, als wäre kein Sammler verbaut. Nutzt man einen einfachen Abzweig ohne Stopp-Funktion, braucht die Tonne einen eigenen Überlauf: einen Anschluss knapp unter dem Rand, der zu viel Wasser gezielt ableitet — in ein Beet, eine zweite Tonne oder zurück ins Fallrohr. Der Überlauf sollte mindestens so viel Wasser fassen wie der Zulauf, sonst staut es sich zurück. Keinesfalls sollte Wasser unkontrolliert am Haussockel versickern, denn das kann Kellerwände durchfeuchten. Bei Starkregen ist ein funktionierender Überlauf wichtiger als jede Filterfeinheit.
Kann ich mehrere Tonnen verbinden?
Ja, das ist eine der einfachsten Möglichkeiten, das Speichervolumen zu erhöhen. Zwei Varianten sind üblich. Bei der Bodenverbindung werden die Tonnen unten mit einem Verbindungsset (Durchführung plus Schlauch) gekoppelt, sodass sie nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren gemeinsam den gleichen Füllstand halten; der Sammler speist nur eine Tonne, der Rest füllt sich mit. Bei der Reihenverbindung leitet der Überlauf der ersten Tonne in die zweite und so weiter. Wichtig ist, dass alle Tonnen auf gleicher Höhe und eben stehen, sonst stimmt der Ausgleich nicht. Für die Bodenverbindung müssen die Tonnen wirklich waagerecht ausgerichtet sein, sonst läuft eine über, während die andere halb leer bleibt.
Was tun, wenn das Fallrohr aus Zink oder Kupfer ist?
Grundsätzlich funktioniert der Anschluss genauso — es gibt Regensammler speziell für Metallfallrohre, und viele Kunststoffmodelle passen mit dem richtigen Durchmesser ebenfalls. Der Unterschied liegt im Zuschnitt: Zink und Kupfer lassen sich nicht mit der Kunststoffsäge trennen, sondern brauchen eine Metallsäge oder einen Rohrabschneider, und die Schnittkanten sollten entgratet werden. Zu bedenken ist außerdem die Wasserqualität: Von Kupferdächern und Kupferrohren kann sich etwas Metall lösen, was für die Gartenbewässerung meist unkritisch ist, für empfindliche Pflanzen aber eine Rolle spielen kann. Wer unsicher ist, verwendet das Wasser für den Rasen und robuste Beete. Bei alten, korrodierten Metallrohren lohnt vor dem Umbau ein prüfender Blick auf den Zustand.
Wie viel Regenwasser kann ich mit einer Tonne überhaupt auffangen?
Als grobe Faustformel gilt: Jahresniederschlag mal Dachfläche mal Abflussbeiwert. In Deutschland fallen im langjährigen Mittel rund 800 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und Jahr; von einem geneigten Ziegeldach erreichen davon etwa 80 Prozent die Rinne, der Rest verdunstet oder haftet an. Ein 40 Quadratmeter großes Dachteilstück liefert damit überschlägig 40 mal 800 mal 0,8, also rund 25.000 Liter im Jahr. Eine 300-Liter-Tonne fasst davon nur einen Bruchteil und ist nach einem kräftigen Schauer bereits voll — der Regensammler stoppt dann automatisch, und der Rest läuft im Fallrohr ab. Entscheidend ist deshalb nicht die Jahresmenge, sondern das nutzbare Volumen zwischen zwei Regenfällen. Wer mehr speichern will, koppelt mehrere Tonnen oder greift zu einem größeren Tank.
Welcher Regensammler passt zu meinem Fallrohr?
Zwei Angaben zählen: der Rohrdurchmesser und das Material. Gängig sind die Nennweiten DN 68, DN 75 und DN 100 — der Sammler muss dazu passen, sonst dichtet er nicht sauber ab. Beim Material entscheidet sich das Werkzeug: Für Kunststofffallrohre genügt ein Klemm- oder Klappsammler, für Zink und Kupfer gibt es eigene Metallvarianten, und der Zuschnitt braucht dann eine Metallsäge. Inhaltlich unterscheiden sich die Typen vor allem in der Filterung: Ein einfacher Regendieb bringt ein Grobsieb mit, ein Filtersammler einen feineren Einsatz für Standorte mit viel Laub. Wer eine selten genutzte Zweittonne speist, kommt mit einem einfachen Abzweig aus, braucht dann aber einen separaten Überlauf. Die genaue Passung steht in der Produktbeschreibung des jeweiligen Sammlers.
Quellen & weiterführende Lektüre
Diese Empfehlung beruht auf den folgenden öffentlich zugänglichen Quellen, die wir ausgewertet und gewichtet haben. Eigene Testergebnisse geben wir nicht wieder.
- Stiftung Warentest — Garten und Regenwassernutzung · Stiftung Warentest, Berlin · Abgerufen 2026-08
- selbst.de — Regentonne anschließen und Regensammler einbauen · selbst ist der Mann / Bauer Media · Abgerufen 2026-08
- heimwerker.de — Fallrohr und Regenwasser · heimwerker.de / Computer Bild Digital · Abgerufen 2026-08
- Mein schöner Garten — Regenwasser sammeln · Mein schöner Garten / Burda · Abgerufen 2026-08
- Plantura — Regentonne und Regenwassernutzung · Plantura, München · Abgerufen 2026-08
- NABU — Regenwasser im Garten nutzen · Naturschutzbund Deutschland (NABU) · Abgerufen 2026-08
- Umweltbundesamt — Regenwassernutzung · Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau · Abgerufen 2026-08
- fbr — Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung · fbr e.V., Darmstadt · Abgerufen 2026-08
- DWA — Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall · DWA, Hennef · Abgerufen 2026-08
