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Bastian Saupe· Gründer & Aggregator-RedaktionBastian Saupe betreibt mehrere unabhängige Aggregator-Recherche-Sites zu Konsumenten-Themen — darunter deinkuechenbegleiter.de und deingartenbegleiter.de. Gemeinsame Methodik aller Sites: systematische Auswertung von Stiftung Warentest, ETM Testmagazin, Spezialist-Reviews (Selbst-ist-der-Mann, mein-schoener-garten.de, gartenjournal.net) und Langzeit-Käufer-Berichten aus Amazon DE und Foren wie garten-pur.de. Keine Eigentests, keine bezahlten Kooperationen, keine Hersteller-Muster. Jede Empfehlung ist mit Original-Quelle verlinkt. Sein Skill ist nicht spezielle Garten-Praxis-Expertise, sondern strukturierte Test-Auswertung — diese Methodik gilt konsistent über alle seine Sites.
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Veröffentlicht: · Aktualisiert: · Lesezeit ca. 4 Min.
Hauswasserwerk an Regenwasser anschließen: die Trinkwasser-Trennung richtig machen
Aggregator-Hinweis: Cross-Source-Synthese aus dem DVGW-Regelwerk, UBA-Hinweisen und Tier-1-Ratgebern (selbst.de, heimwerker.de). Keine eigenen Tests. Stand: Juni 2026. Methodik: /methodik.
Sicherheitshinweis: Die Einbindung ins Hausnetz muss eine Fachkraft normgerecht ausführen. Diese Anleitung erklärt das Prinzip — sie ersetzt keine Fachplanung.
Warum die Trennung das ganze Thema bestimmt
Regenwasser für WC-Spülung und Waschmaschine spart mehr Trinkwasser als jede Garten-Nutzung, weil diese Verbraucher das ganze Jahr laufen. Doch sobald Regenwasser ins Haus gelangt, steht eine einzige Anforderung über allem: die strikte Trennung von Regen- und Trinkwasser. Das DVGW-Regelwerk, die DIN EN 1717 und die DIN 1989 (Regenwassernutzungsanlagen) verlangen, dass sich beide Netze niemals vermischen können — denn Dachwasser ist mikrobiologisch nicht kontrolliert und darf unter keinen Umständen ins Trinkwasser zurückfließen. selbst.de und das Umweltbundesamt stellen diese Trennung an den Anfang jeder Anleitung. Wer sie versteht, hat das Kernprinzip der häuslichen Regenwassernutzung begriffen: Ein Hauswasserwerk wird mit dem Regenwasser- und dem getrennten Hauswasser-Netz verbunden, niemals direkt mit der Trinkwasser-Installation.
Schritt 1: Das Trennungs-Prinzip verstehen
Der Kern ist der freie Auslauf mit Luftspalt. Trinkwasser und Regenwasser dürfen nie über eine durchgehende Rohrleitung verbunden sein, durch die belastetes Wasser zurückfließen könnte. Stattdessen fällt — wo Trinkwasser nachgespeist wird — das Trinkwasser frei durch einen Luftspalt in einen Vorlagebehälter oder die Zisterne, ohne das Regenwasser zu berühren. Selbst bei einem Druckabfall im Trinkwassernetz kann so kein Regenwasser angesaugt werden. Diese physische Trennung ist nach DIN EN 1717 nicht verhandelbar und der Grund, warum die Hausnetz-Einbindung in Fachhand gehört. Der Garten-Teil — Pumpe, Zisterne, Bewässerungsleitungen — bleibt dagegen Heimwerker-tauglich.
Schritt 2: Die Filter-Kaskade aufbauen
Damit das Regenwasser nutzbar ist, durchläuft es mehrere Filterstufen. Erstens der Fallrohr-Filter, der Laub und groben Schmutz vor dem Speicher abtrennt. Zweitens ein beruhigter Zulauf in die Zisterne, der das einströmende Wasser bremst, sodass es das Sediment am Boden nicht aufwirbelt. Drittens eine schwimmende Entnahme, die das Wasser aus der sauberen Zone knapp unter der Oberfläche und über dem Bodensatz ansaugt. Viertens der Vorfilter an der Pumpe, der Restpartikel zurückhält. Für WC und Waschmaschine reicht diese mechanische Filterung vollständig — eine Aufbereitung auf Trinkwasser-Qualität ist weder nötig noch vorgesehen, weil Regenwasser kein Trinkwasser ist und es auch nicht werden soll.
Schritt 3: Die Pumpe richtig einbinden
Für die konstante Haus-Versorgung eignet sich ein Hauswasserwerk mit Druckkessel oder ein Hauswasserautomat mit Elektronik — beide halten den Druck konstant und puffern Schaltzyklen, anders als eine reine Gartenpumpe, die ständig takten würde. Die Pumpe wird auf der Saugseite mit der Zisterne verbunden (über die schwimmende Entnahme und den Vorfilter), auf der Druckseite mit dem getrennten Hauswasser-Leitungsnetz, das ausschließlich WC, Waschmaschine und gekennzeichnete Zapfstellen versorgt. Bei eisen- oder kalkhaltigem Zisternenwasser ist ein Edelstahl-Werk die langlebigere Wahl. Entscheidend bleibt: Die Druckseite ist physisch vom Trinkwassernetz getrennt.
Schritt 4: Trinkwasser-Nachspeisung einrichten
In trockenen Phasen, wenn die Zisterne leerläuft, muss Trinkwasser nachgespeist werden, damit WC und Waschmaschine weiter funktionieren. Diese Nachspeisung erfolgt ausschließlich über den freien Auslauf mit Luftspalt: Ein Schwimmerschalter erkennt den niedrigen Pegel und lässt Trinkwasser frei in einen Vorlagebehälter oder die Zisterne fallen, ohne direkte Rohrverbindung. Fertige Regenwasser-Zentralen oder Nachspeise-Stationen setzen das normgerecht in einem Gerät um und enthalten Pumpe, Steuerung und die Trennstrecke. So bleibt die geforderte Trennung jederzeit gewahrt — auch im Nachspeise-Fall könnte kein Regenwasser ins Trinkwassernetz gelangen.
Schritt 5: Leitungen kennzeichnen und anmelden
Zwei Pflichten sichern den Dauerbetrieb ab. Kennzeichnung: Alle Regenwasser führenden Leitungen und Entnahmestellen müssen dauerhaft und unverwechselbar mit „Kein Trinkwasser" beschriftet und oft farblich abgesetzt werden — damit niemand sie später versehentlich als Trinkwasser anzapft. Gartenhähne mit Regenwasser gehören zusätzlich gegen unbefugte Entnahme gesichert. Anmeldung: Die Regenwassernutzung im Haus ist beim örtlichen Wasserversorger und teils beim Gesundheitsamt anzuzeigen, und sie kann für die Abwassergebühr relevant sein, weil das Regenwasser ins häusliche Abwasser gelangt. Die genauen Pflichten unterscheiden sich je nach Kommune — eine Fachfirma kennt die lokalen Vorgaben und übernimmt die Anmeldung meist mit.
Schritt 6: Was Regenwasser nicht darf
So viel Regenwasser spart, seine Grenzen sind klar und gesetzlich verankert. Dachwasser nimmt über die Fläche Vogelkot, Staub, Pollen und Rückstände auf und ist mikrobiologisch nicht kontrolliert — es ist kein Trinkwasser. Zugelassen ist es für WC-Spülung, Waschmaschine und Garten-Bewässerung, nicht aber zum Trinken, Kochen, für die Lebensmittelzubereitung, zum Duschen oder Baden. Genau diese Risikotrennung ist der Grund für die strengen Normen — sie schützen davor, dass unkontrolliertes Dachwasser in den Trinkwasserkreislauf gelangt. Wer diese Grenze respektiert und die Trennung von einer Fachkraft ausführen lässt, nutzt Regenwasser sicher und spart dauerhaft. Wie man das Wasser überhaupt sammelt, erklärt der Regenwasser-Ratgeber.
Häufige Fragen, kurz beantwortet
Antworten zu WC/Waschmaschine, DIN EN 1717, Nachspeisung, Filter-Kaskade, Genehmigung, Pumpenwahl und Leitungs-Kennzeichnung stehen im FAQ-Block oben.
Quellen & Methodik
Wir werten zehn Quellen aus: das DVGW-Regelwerk und die UBA-Hinweise zur Regenwassernutzung, die Ratgeber von selbst.de, heimwerker.de und mein-schoener-garten.de, die Hersteller-Informationen von Gardena, T.I.P. und Metabo, das VDE-Regelwerk zur DIN EN IEC 60335-2-41 sowie Stiftung Warentest zum Wassersparen. Konkrete Pumpen stehen im Hauswasserwerk-Vergleich.
Stand: Juni 2026. Update-Cadence quartalsweise. Autor: Bastian Saupe — Methodik unter /methodik, Profil unter /autor/bastian-saupe.
Häufig gestellte Fragen
Darf ich Regenwasser für WC und Waschmaschine nutzen?
Ja, das ist erlaubt und üblich — Regenwasser für WC-Spülung und Waschmaschine spart erheblich Trinkwasser, weil diese Verbraucher ganzjährig laufen. Die Bedingung ist die strikte Trennung von Trink- und Regenwasser: Das DVGW-Regelwerk, die DIN EN 1717 und die DIN 1989 (Regenwassernutzungsanlagen) verlangen, dass sich beide Netze niemals vermischen können. Zum Trinken, Kochen, Duschen oder für Lebensmittel ist Regenwasser dagegen nicht zugelassen. Die Einbindung ins Hausnetz muss eine Fachkraft normgerecht ausführen, der Garten-Teil ist Heimwerker-tauglich.
Was bedeutet Trinkwasser-Trennung nach DIN EN 1717?
Die DIN EN 1717 regelt den Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigung durch Rückfließen. Kernforderung: Es darf keine direkte Verbindung zwischen dem Regenwasser- und dem Trinkwassernetz geben, durch die belastetes Regenwasser ins Trinkwasser zurückfließen könnte. Praktisch wird das über einen freien Auslauf mit Luftspalt gelöst — das Trinkwasser fällt frei in einen Behälter oder Trichter, ohne das Regenwasser zu berühren. Diese physische Trennung ist nicht verhandelbar; nur sie verhindert sicher, dass unkontrolliertes Dachwasser in die Trinkwasser-Installation gelangt.
Wie funktioniert die Trinkwasser-Nachspeisung?
In trockenen Phasen, wenn die Zisterne leer ist, muss Trinkwasser nachgespeist werden, damit WC und Waschmaschine weiter laufen. Diese Nachspeisung erfolgt über einen freien Auslauf mit Luftspalt: Das Trinkwasser fällt frei in einen Vorlagebehälter oder die Zisterne, ohne dass eine direkte Rohrverbindung besteht. Ein Schwimmerschalter steuert die Nachspeisung. So bleibt die geforderte Trennung gewahrt — selbst bei einem Rückfluss könnte kein Regenwasser ins Trinkwassernetz gelangen. Fertige Regenwasser-Zentralen oder Nachspeise-Stationen setzen das normgerecht um.
Welche Filter brauche ich für Regenwasser im Haus?
Eine Filter-Kaskade in mehreren Stufen. Erstens der Fallrohr-Filter, der Laub und groben Schmutz vor dem Speicher abtrennt. Zweitens ein beruhigter Zulauf in die Zisterne, der das Wasser nicht aufwirbelt und das Sediment am Boden lässt. Drittens eine schwimmende Entnahme, die Wasser aus der sauberen Zone unter der Oberfläche und über dem Bodensatz ansaugt. Viertens der Vorfilter an der Pumpe, der Restpartikel zurückhält. Für WC und Waschmaschine reicht diese mechanische Filterung; eine Aufbereitung auf Trinkwasser-Qualität ist weder nötig noch vorgesehen, da Regenwasser kein Trinkwasser ist.
Brauche ich eine Genehmigung oder Meldung?
In Deutschland ist die Regenwassernutzung im Haus beim örtlichen Wasserversorger und teils beim Gesundheitsamt anzuzeigen — die genauen Pflichten unterscheiden sich je nach Kommune. Da Regenwasser ins häusliche Abwasser gelangt, kann es zudem für die Abwassergebühr relevant sein. Vor der Installation beim Wasserversorger und der Gemeinde nachfragen, welche Anzeige- und Dokumentationspflichten gelten. Die reine Garten-Bewässerung außerhalb des Hauses ist dagegen meist anzeige-frei. Eine Fachfirma kennt die lokalen Vorgaben und übernimmt die Anmeldung in der Regel mit.
Welche Pumpe eignet sich für die Haus-Versorgung?
Für die konstante Haus-Versorgung mit Regenwasser eignet sich ein Hauswasserwerk mit Druckkessel oder ein Hauswasserautomat mit Elektronik — beide halten den Druck konstant und puffern Schaltzyklen, anders als eine reine Gartenpumpe, die ständig takten würde. Bei eisenhaltigem Brunnen- oder Zisternenwasser ist ein Edelstahl-Werk die langlebigere Wahl. Die Pumpe wird auf der Saugseite mit der Zisterne, auf der Druckseite mit dem getrennten Hauswasser-Leitungsnetz verbunden — niemals direkt mit dem Trinkwassernetz. Konkrete Modelle stehen im Hauswasserwerk- und Hauswasserautomat-Vergleich.
Was kennzeichne ich an den Leitungen?
Alle Leitungen und Entnahmestellen, die Regenwasser führen, müssen dauerhaft und unverwechselbar gekennzeichnet werden — mit der Aufschrift "Kein Trinkwasser" und oft farblich abgesetzt. Das verhindert, dass jemand — etwa ein späterer Handwerker oder Bewohner — eine Regenwasser-Leitung versehentlich als Trinkwasser anzapft. Auch die Zapfstellen (etwa ein Gartenhahn mit Regenwasser) gehören gekennzeichnet und gegen unbefugte Entnahme gesichert. Diese Kennzeichnungspflicht ist Teil der DIN 1989 und der Trinkwasserverordnung und schützt nachfolgende Nutzer vor Verwechslung.
Quellen & weiterführende Lektüre
Diese Empfehlung beruht auf den folgenden öffentlich zugänglichen Quellen, die wir ausgewertet und gewichtet haben. Eigene Testergebnisse geben wir nicht wieder.
- DVGW — Regenwassernutzung und Trinkwasser-Trennung (DIN EN 1717) · DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches, Bonn · Abgerufen 2026-06
- Umweltbundesamt — Regenwassernutzung im Haushalt · Umweltbundesamt (UBA), Dessau-Roßlau · Abgerufen 2026-06
- selbst.de — Regenwasser im Haus nutzen · selbst ist der Mann / Bauer Media · Abgerufen 2026-06
- heimwerker.de — Regenwassernutzungsanlage · heimwerker.de / Computer Bild Digital · Abgerufen 2026-06
- mein-schoener-garten.de — Regenwasser sammeln und nutzen · Mein schöner Garten / Burda Verlag · Abgerufen 2026-06
- Gardena — Regenwasser- und Hauswasser-Systeme · Husqvarna Group / Gardena, Ulm · Abgerufen 2026-06
- T.I.P. — Hauswasserwerke und Regenwasser-Nutzung · T.I.P. Technische Industrie Produkte GmbH, Waibstadt · Abgerufen 2026-06
- Metabo — Hauswasserwerke · Metabowerke GmbH, Nürtingen · Abgerufen 2026-06
- VDE Verlag — DIN EN IEC 60335-2-41 (VDE 0700-41) · VDE Verlag, Berlin · Abgerufen 2026-06
- Stiftung Warentest — Wasser sparen im Haushalt · Stiftung Warentest, Berlin · Abgerufen 2026-06
